11 Gründe warum jedes Kind mit Pferden aufwachsen sollte

Zu Beginn muss natürlich gesagt werden, dass sich sicherlich nicht jede Familie ein eigenes Pferd leisten kann und dadurch auch nicht jedes Kind mit einem eigenen Pferd aufwachsen kann. Pferde sind ein teures Hobby und auch nicht jeder wird in eine Reiterfamilie geboren. Aber bereits der Besuch einer Reitschule oder ein Pflegepferd können die Kindheit um einiges bereichern. Und den Grundstein legen, sich im Erwachsenenalter schließlich selbst den Traum vom eigenen Pferd zu erfüllen.

Viele Kinder haben das Glück, dass sie mit den Pferden aufwachsen dürfen und ihre Eltern sie unterstützen können. Wissenschaftler haben festgestellt das Reiter von Natur aus entschlossener, enthusiastischer, durchsetzungsfähiger und belastbarer sind und starke Führungsfähigkeiten besitzen.

11 Gründe, warum jedes Kind mit Pferden aufwachsen sollte

Aber eigentlich brauchen wir doch gar keine Wissenschaftler, die uns sagen, dass das Aufwachsen mit Pferden schöner ist als ohne. 😉

1. Pferde lehren, Verantwortung zu übernehmen

Wer sich ein eigenes Pferd anschafft, muss sich auch um das Tier kümmern. Kinder lernen hier sehr schnell, dass das Pferd sich nicht selber versorgen kann und man auch bei schlechtem Wetter raus in den Stall muss. Im Stall fallen sehr viele verschiedene Arbeiten an, die auch täglich erledigt werden müssen. Das beginnt beim Misten des Stalles bis hin zum Füttern des Pferdes.

2. Reiten ist ein Sport

Viel zu viele Kinder verbringen zu viel Zeit vor dem Fernseher, dem Computer oder dem Handy. Beim Reiten ist das Kind draußen in der Natur und hält sich körperlich fit.

3. Pferde helfen Kindern, Freunde zu finden

Die meisten Reiter finden ihre wahren Freunde im Stall. Freunde, die nichts mit Pferden zu tun haben, haben oftmals kein Verständnis für Pferde und dass man so viel Zeit und Geld investiert.
Stallfreunde begleiten einen oft sein ganzes Leben lang und auch noch nach 20 Jahren erzählt man sich die lustigsten Geschichten aus dem Stall.

4. Erinnerungen aus dem Stall wirst du nie vergessen

Ob es die goldene Schleife ist, die man auf seinem ersten Turnier gewonnen hat.  Die blauen Zehen, die man regelmäßig von seinem Pferd verpasst bekommen hat. Oder der gestreckte Galopp am Strand. Diese Erinnerungen und Geschichten sind Momente, die man niemals mehr im Leben vergisst und gerne mit seinen Freunden teilt.

5. Wer ein Pferd hat, braucht keinen Freund

Seht her Väter! Mädchen, die mit Pferden aufwachsen, brauchen keine Jungs. Sie haben ihre Pferde als Partner. Denn Reiterinnen verbringen einen Großteil ihrer Zeit im Stall – und wenn die Leidenschaft selbst nach der Pubertät nicht abreißt, kann man sich sicher sein: Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen.

6. Reiten erfordert eine starke Arbeitsmoral

Junge Reiter merken schnell, dass sie die meiste Zeit über, die sie im Stall verbringen, nicht unbedingt reiten. Die meiste Zeit geht für das Ausmisten, Putzen und Pflegen drauf. Während man eigentlich nur 30 – 40 min im Sattel sitzt. Kinder lernen im Stall schell: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

7. Pferde lehren, zu gewinnen und zu verlieren

Auf Turnieren kann man nicht immer nur gewinnen. Diese Erfahrungen machen Kinder sehr schnell. An manchen Tagen läuft es gut und an anderen weniger gut. Das ist aber kein Grund, um sich zu verkriechen. Wie sagt man so schön „Übung macht den Meister“. Auch lernen Kinder, gute Verlierer zu sein und den Erfolg einem anderen Reiter zu gönnen.

8. Mit einem Pferd hast du immer einen Freund

Alleine sein kann sehr einsam machen. Mit einem Pferd hat man immer einen treuen Freund an seiner Seite. Man kann ihm alles erzählen und sich bei ihm ausweinen. Das Beste ist, dass er niemals Widerworte gibt. 😉

9. Ein eigenes Pferd lehrt Kinder, mit Geld umzugehen

Pferde kosten Geld, das weiß jeder. Monatlich kommen regelmäßige Kosten, wie die Stallmiete, das Futter oder Impfungen zusammen. Da muss man sich zweimal überlegen, ob man sich diesen Monat lieber eine neue Hose kauft oder doch lieber das Geld in das Pferd investiert. So lange Kinder noch kein eigenes Geld verdienen, ist das natürlich schwierig. Aber sie bekommen schon sehr schnell mit, dass ein Pferd nicht umsonst ist.

10. Pferde lehren Empathie

Um ein guter Reiter zu sein, muss man sich mit den Tieren beschäftigen. Dazu gehört nicht nur das tägliche Kümmern. Geduld, Demut und Sympathie gehören vor allem dazu. Diese Eigenschaften machen einen nicht nur zu einem besseren Reiter, sondern auch zu einem besseren Menschen.

11. Kinder lernen, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen

Dreck reinigt den Magen? 😉 In unser übermäßigen sterilen und antibakteriellen Gesellschaft kann ein wenig Schmutz nie schaden. Wenn man mit Pferden zu tun hat, kann es auch nicht anders, dass man mit dreckigen Händen nach Hause kommt. Ansonsten hat man sein Pferd nicht richtig geputzt. 😉

Auf ehorses findet ihr bestimmt das passende Pferd für euch und eure Kinder. Schaut doch mal durch unsere Pferdeinserate!

Die Initiative „Pferde für unsere Kinder e.V.“ hat es sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder und Jugendliche mit dem Pferd in Berührung zu bringen. Wir finden die Initiative super!

 

13 KOMMENTARE

  1. Liebe Inga,
    als private Pferdehalterin gebe ich seit vielen Jahren den Kindern (ab 2 Jahre) in meiner sehr ländlichen 😉 Umgebung die Möglichkeit, unter Aufsicht und Anleitung Zeit mit den Pferden zu verbringen. Ihre Ausführungen und der Aspekt des „Kopf-frei-schaltens“ (Kerstin Irmer) entsprechen auch meiner Erfahrung und machen mein Engagement auch für mich sehr wertvoll.
    Dem möchte ich hinzufügen, dass dabei auch das Erlernen der Körperhaltung -auf und neben dem Pferd- sowie der mentalen Energie eine große Rolle spielt, da es Auswirkungen auf den gesamten Lebensbereich hat. Ein weiterer Grund ist das Fördern von Sozialer Kompetenz.
    Viele Grüße
    Manu

  2. Hallo! Ich bin Reitpädagogin von Beruf und arbeite mit Kindern im Alter zw. 4 und 10 Jahren. Eine Tätigkeit die mir sehr viel Freude bereitet.
    Ihren Beitrag finde ich in Ordnung. Manche Fotos sind es ganz und gar nicht: Kinder mit Sandalen neben und auf dem Pferd! Kinder ohne Helm auf dem Pferd! Oje, oje.
    Wenn das nicht wäre, würde ich den Bericht auf unserer Homepage verlinken.
    Vielleicht können Sie das korrigieren.
    Freundliche Grüße
    S. Burger

  3. Ja mir sind noch Gründe eingefallen !
    Man hat den Kopf frei (muss man auch), man kann komplett abschalten und Sorgen und Stress , z.B. in der Schule ,vergessen .
    Die Kinder lernen sich zu konzentrieren auf wesentliche Dinge die sie tun .

  4. Ein so toller Text und ich finde auch die Arbeit mit Pferd&Kindern sehr wichtig. Leider ist es als Verein nicht so einfach eine Möglichkeit zu schaffen, die Kinder und Pferde zusammenführt. Es mangelt an Geld für gute Pferde und gute Ausrüstung. Ausbilder, die gern diese Art Unterricht geben, sind leider auch Mangelware. Unterstützung gibt es für Vereine, die sich für Kinderreitunterricht engagieren leider kaum, wirklich sehr schade. Gerade, wenn man die oben stehenden Gründe liest.

  5. Hallo Inge,

    auch ich finde den Bericht super und kann allem zu 100 % zustimmen. Als Eltern einer einstmals sehr schüchternen, verschlossenen Tochter haben mein Mann und ich uns vor 5 Jahre für ein Pony entschieden. Auch wenn das nicht immer einfach ist, es war die beste Entscheidung, die wir je für unsere Tochter getroffen haben.
    Mittlerweile bin auch ich fester Bestandteil des Vereins 😶 und würde ebenfalls gerne ihren Artikel auf unserer Homepage abbilden.

    Mit freundlichem Gruß
    Kerstin Maier

  6. Guten Tag
    Ich finde ihren Bericht sehr sehr schön und wollte fragen, ob ich ihren Link auf unserer Homepage unter der Rubrik Kinder- und Longenstunden abbilden darf?
    Mit freundlichen Grüßen
    Anja Wüllner

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