Fehler beim Pferdekauf

Wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit Pferden bzw. dem Kauf von Pferden haben und gerade auf der Suche nach dem ersten eigenen Pferd sind, ist dies mit Sicherheit eine sehr spannende Zeit für Sie.

Bei diesem emotionalen Erlebnis kann man sich jedoch schnell zu etwas hinreißen lassen und vergessen, dass zum Kauf eines Pferdes mehr hinzukommt, als man auf den ersten Blick vielleicht sehen kann. Gerade für Reitanfänger kann das „falsche“ erste eigene Pferd auch gleich das Ende der Leidenschaft und Faszination Pferd bedeuten. Man macht schlechte Erfahrungen und es entwickeln sich vielleicht Unsicherheiten.

Als Hilfe für unerfahrene Pferdekäufer haben wir 7 häufige Fehler und Gefahrenquellen, die Sie beim Pferdekauf beachten sollten, gesammelt.

 

  1. Sich ein unausgebildetes/rohes Pferd aussuchen

Unausgebildete oder rohe Pferde sind meist günstiger als bereits ausgebildete Pferde – für viele Pferdekäufer kann das ein Kaufargument sein. Doch gerade als Reitanfänger sollte man den Ausbildungsstand eines Pferdes bei einer Kaufentscheidung nicht außen vor lassen. Auch wenn der Gedanke, das Pferd selbst oder mit Hilfe eines Reitlehrers auszubilden, verlockend sein mag, ist die Pferdeausbildung kein Leichtes. Sie dauert nicht nur mehrere Monate, sondern kann gerade für Reitanfänger auch gefährlich werden, denn junge oder unausgebildete Pferde sind oft noch unzuverlässig und ihre Reaktionen nicht vorhersehbar.

 

  1. Ältere Pferde nicht beachten

Ältere Pferde sind gerade für Anfänger oft tolle Lehrmeister. Sie sind nicht nur leichter händelbar, sondern verzeihen auch den ein oder anderen Reiterfehler. Man sollte daher ein Pferd nicht einfach außer Acht lassen, weil es schon 15 Jahre oder älter ist. So lange sie gesund und fit sind, können viele Pferde bis in ihre späten Zwanziger geritten werden. Denn gerade leichtes tägliches Training hilft Pferden lange gesund zu bleiben.

 

  1. Junge Pferde für Kinder kaufen

Ein junges Pferd und ein junger – oder unerfahrener – Reiter sind oft eine nicht ganz ungefährliche Anpaarung.

Meist gilt tatsächlich: „Erfahrener Reiter – junges Pferd. Unerfahrener Reiter – älteres Pferd.“

Ein gut trainiertes Pferd gibt Kindern Sicherheit und die Chance, in Ruhe das Reiten zu lernen. Ein junges Pferd hingegen kann schnell verunsichert werden oder überreagieren, da es mit Reiterfehlern noch nicht umzugehen weiß.

 

  1. Aus dem Impuls heraus ein Pferd kaufen

Ein Pferdekauf ist eine wichtige Entscheidung – auch wenn einem Pferd das auf Anhieb gefällt, sollte man es nicht „aus dem Bauch heraus“ kaufen. Das Probereiten, eine Ankaufsuntersuchung (AKU) und auch ein paar Tage Bedenkzeit sind beim Kauf wichtig. Auch kann man andere Pferde zum Vergleich heranziehen.

 

  1. Sich nicht trauen, nach einer Probezeit zu fragen

Reitstunden sind für Reitanfänger unablässig. Um mit dem ersten eigenen Pferd zusammenwachsen zu können und abschätzen zu können, ob man auch in Zukunft ein gutes Team abgibt, empfiehlt es sich daher gerade für unerfahrene Reiter eine Probezeit mit dem Verkäufer zu vereinbaren. Viele Pferdehändler bieten sogar ein 3-monatiges Rückgaberecht an.

 

  1. Pferde nach ihrem Aussehen kaufen

Es gibt viele schöne Pferde – und gerade besondere Rassen, Fellfarben, etc. fallen vielen direkt ins Auge. Allerdings kann es gehörig nach hinten losgehen, wenn man sich ein Pferd lediglich nach seinem Aussehen aussucht. Denn immerhin reitet man nicht das Aussehen, sondern das Pferd. Daher sollte der Fokus stets auf dem Charakter (Interieur) und dem Ausbildungsstand liegen.

 

  1. Die Kosten und Zeit für ein eigens Pferd unterschätzen

Der Besitz eines Pferdes erfordert viel Verantwortung. Dies sollte man sich vorher bewusstmachen. Dazu gehört nicht nur der Überblick über alle anfallenden Kosten, sondern auch das Bewusstsein, dass ein Pferd viel Zeit beansprucht.