Das Longieren ist ein grundlegendes und wichtiges Element beim Trainieren von Pferden. Es kann aber auch sehr schnell gefährlich werden, wenn etwas falsch gemacht wird. Sowohl für dich als Reiter, als auch für dein Pferd! Mit Hilfe dieser 7 Tipps bringt ihr euch und eure Pferde nicht in Schwierigkeiten während des Longierens.

Benutze richtige Ausrüstung

Longieren

Der erste Schritt ist eine vernünftige Ausrüstung. Ein richtig sitzender Kappzaum oder eine Trense mit Longierbrille sind hier schon mal ein guter Anfang. Viele longieren auch nur mit Halfter oder Knotenhalfter. Gerade Knotenhalfter gehören aber nicht in die Hände von Anfängern! Bei einem Kappzaum kann man vieles falsch einstellen. Wenn du dir unsicher bist, frage doch einfach jemanden bei dir aus dem Stall, der sich bei Kappzäumen gut auskennt.

Wenn du dein Pferd ausbinden möchtest, ist ein richtig sitzender Longiergurt auch sehr wichtig. Ansonsten rutscht alles von rechts nach links und stört dein Pferd nur in der Bewegung. Um die Beine deines Pferdes zu schützen, kannst du Gamaschen oder Bandagen um die Beine machen. Achte aber darauf, das diese nicht zu eng sitzen. Desweiteren ist eine weiche, lange Longe gut. Wickle die Longe bitte nicht um deine Hand und trage am besten immer Handschuhe! Wenn dein Pferd doch mal davon stürmt, kannst du sonst fiese Brandblasen bekommen.

Beginn mit einem Warm Up

Das Longieren ist eine anstrengende körperliche Aktivität für dein Pferd. Plane also immer genügend Zeit ein um dein Pferd gut aufzuwärmen, bevor du mit einem anspruchsvollen Training wie traben, galoppieren oder Gangartwechseln anfängst. Denn, wenn dein Pferd nicht gut genug aufgewärmt ist, kann es sich auch schnell verletzen. 20 Minuten Schritt gehen sollte eigentlich jedes Pferd vor dem richtigen Training. Dies kannst du super mit etwas Bodenarbeit verbinden. Denn das Longieren an sich sollte nicht länger als 30 Minuten dauern.

Lass schlechtes Verhalten nicht zu

Longieren

Viele Pferde sehen gerade zu Beginn der Ausbildung das Longieren als eine Art Freikarte an, um sich schlecht zu benehmen. Lass schlechtes Verhalten, wie Buckeln, Steigen oder auch Losrennen an der Longe auf keinen Fall zu. Wenn du deinem Pferd von Anfang an verständlich machst, dass das so nicht geht, wird das Longieren zu einer sicheren und angenehmen Erfahrung für dich und dein Pferd.

Halte die Longe immer hoch genug

Eine der größten Gefahren beim Longieren ist, dass sich das Pferd mit seinen Vorderbeinen in der Longe verfängt. Bleibe während des Longierens deshalb immer konzentriert und halte die Longe hoch genug, so das sich dein Pferd nicht verheddern kann.

Wickle niemals die Longe um deine Hand

Eine der wichtigsten Lektionen beim Longieren ist das Festhalten der Longe. Achte immer darauf, dass du niemals die Longe um deine Hand wickelst. Sollte dein Pferd sich einmal erschrecken und losrennen oder bocken, zieht sich die Longe um deine Hand fest. Das kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen.

Longiere dein Pferd nur auf gutem Boden

Longiere dein Pferd nur in Bereichen, in denen der Boden eine gute Basis hat. Am besten sind hier weiche Böden, die gut federn. Böden die zu hart, zu steinig oder zu tief sind, können sehr schnell zu Verletzungen an den Beinen der Pferde hervorrufen. Dies gilt natürlich genauso beim Reiten.

Longieren fördert die Gesundheit

Longieren trainiert die Beine und die Muskulatur deines Pferdes. Da da es vom Pferd verlangt, sich gleichmäßig in einem Kreis zu bewegen. Wenn dein Pferd das Laufen im Kreis noch nicht so gewöhnt ist, überfordere es nicht gleich. Beginne das Training langsam und erhöhe die Anforderungen an dein Pferd in Intervallen. Die Arbeit an der Longe baut nicht nur Muskulatur auf, sondern trainiert auch die Ausdauer deines Pferdes.

Wenn die Grundsteine gelegt sind, kannst du die Longenarbeit abwechslungsreich gestalten – so wird sie kann sie zu einem wichtigen Baustein in der Arbeit und Gymnastizierung deines Pferdes werden.

 

 

Johanna

Johanna

Ich arbeite bei ehorses in der Kommunikation und unterstütze das Team bei der Erstellung von Pressetexten, Blogbeiträgen und der E-Mail-Kommunikation.
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