Der richtige Umgang mit der chronischen Gelenkerkrankung

Oft verbindet man mit einer Arthrose eine altersbedingte Abnutzungserscheinung. Allerdings kann sie auch in jüngeren Jahren, z.B. durch vorangegangene, nicht richtig ausgeheilte Verletzungen des Bewegungsapparates, entstehen. Da die Zerstörung des Gelenkknorpels unwiderruflich ist, ist eine möglichst frühe Diagnose umso wichtiger – eine entsprechende Therapie der Arthrose beim Pferd kann das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten oder zumindest verzögern und damit die Lebensqualität Deines Pferdes möglichst lange erhalten.

Arthrose beim Pferd ist nach wie vor eine Schreckensnachricht für jeden Pferdehalter, denn so gut die Krankheit inzwischen auch erforscht ist – heilbar ist sie noch immer nicht. Zum einen kann der chronischen Gelenkerkrankung beim Pferd ein Trauma des Bewegungsapparates zugrunde liegen, wie etwa eine Gelenkverletzung, gerissene Bänder oder verletzte Menisken. Wenn eine daraus resultierende Gelenkentzündung nicht richtig ausheilt, kann diese in ein chronisches Stadium übergehen und zu einer Arthrose beim Pferd führen. Um einen solchen Krankheitsverlauf zu verhindern, solltet Ihr deshalb Traumata wie Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, ernst nehmen und Euren Tierarzt konsultieren.

Arthrose beim PferdArthrose beim Pferd tritt aber oftmals auch als Abnutzungserscheinung auf, weshalb ältere Pferde besonders häufig betroffen sind. Ebenfalls entwickeln kann sich die chronische Gelenkerkrankung in Folge einer Gelenkfehlstellung oder einer übermäßigen Abnutzung des Gelenkknorpels durch eine zu frühe, zu starke oder falsche Belastung des Pferdes.

Erste Anzeichen einer Arthrose beim Pferd ernst nehmen!

Auch wenn die Arthrose beim Pferd am Gelenkknorpel beginnt, zieht sie in ihrem Verlauf das gesamte „Organ Gelenk“ in Mitleidenschaft: Nicht nur der Gelenkknorpel wird durch die entzündlichen Veränderungen unwiderruflich zerstört – auch der darunterliegende Knochen, die Gelenkkapsel sowie Bänder, Sehnen und Muskeln sind dann davon betroffen.

Dies geht mit zunehmenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einher, die sich in eine chronische Lahmheit auswachsen und damit die Lebensqualität Eures Vierbeiners drastisch einschränken können. Umso wichtiger ist es, dass Ihr und der Tierarzt die Erkrankung in einem frühen Stadium erkennt. Denn eine frühzeitige und geeignete Therapie kann den Krankheitsverlauf aufhalten oder zumindest verzögern. Die Krux: Der Beginn der Erkrankung wird aufgrund des schleichenden Prozesses oftmals übersehen. Ihr solltet daher – gerade bei betagteren Pferden – genau auf erste Anzeichen einer Arthrose achten. Dazu gehören:

  • Lahmheit
  • Stumpfer und unfreier Gang
  • Bewegungsstörungen
  • Das für Arthrose typische „Einlaufen“: Zu Beginn der Bewegung lahmt das Pferd stark, nach einer gewissen Bewegungsphase bessert sich die Lahmheit

Wenn Ihr eines dieser Anzeichen bei Eurem Pferd feststellt, solltet Ihr möglichst rasch einen Tierarzt hinzuziehen. Mit einer umfassenden Untersuchung des Bewegungsapparates kann er eine Arthrose eindeutig diagnostizieren. Hierzu gehört eine optische Begutachtung, gründliches Abtasten sowie eine eingehende Lahmheitsuntersuchung. Auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall können dem Tierarzt bei der genauen Diagnosestellung einer Arthrose beim Pferd helfen.

Hohe Ansprüche an die Arthrose-Therapie beim Pferd

Stellt der Tierarzt eine Arthrose in einem oder mehreren Gelenken fest, sollte unverzüglich eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Da die Behandlung in der Regel für den Rest des Lebens notwendig ist, muss diese hohen Anforderungen gerecht werden: Sie soll Schmerzen zuverlässig lindern, den Krankheitsverlauf möglichst verlangsamen sowie gut verträglich und einfach anzuwenden sein. Gleichzeitig sollte die Arthrose-Therapie beim Pferd ein gutes Nebenwirkungsprofil und möglichst keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln aufweisen.

Das biologische Arzneimittel Zeel ad us. vet. kann hier gute Dienste leisten. Je nach Bedarf kann es als Einzeltherapie oder in Kombination mit einer anderen Behandlungsform, etwa klassischer Schulmedizin, eingesetzt werden. Bei akuten Arthrose-Schüben, also in Phasen, in denen die Arthrose beim Pferd besonders ausgeprägt ist, kann zusätzlich mit Traumeel ad us. vet. unterstützt werden. Das Tierarzneimittel, das klassisch bei akuten Traumata verabreicht wird, besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen, die entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd wirken.

Gut zu wissen: Regelmäßige Bewegung ist wichtig – auch und gerade bei Arthrose beim Pferd! Die Bewegung sollte an den Krankheitszustand Deines Pferdes angepasst werden. Im Zweifel lieber moderat, aber regelmäßig. Nur so bekommt der Gelenkknorpel eine ausreichende Menge an Nährstoffen, was einem fortschreitenden Verschleiß entgegenwirkt. Lass Dich am besten von Deinem Tierarzt beraten, wie viel und welche Art von Bewegung Deinem Pferd gut tut.