Wie läuft eigentlich eine Pferdeauktion ab?

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Ein typischer Pferdekauf läuft eigentlich immer gleich ab: Man entdeckt im Internet, in einer Zeitung oder vielleicht sogar bei Facebook ein interessantes Pferd und kontaktiert den Verkäufer; das kann der Züchter selbst sein, ein Pferdehändler oder auch einfach eine Privatperson. Dann wird ein Termin zur Besichtigung und zum eventuellen Probereiten vereinbart und man kann sich in aller Ruhe “beschnuppern”. Ganz anders läuft hingegen eine Auktion ab, hier kann man als potentieller Käufer z.B. auch gleich mehrere Pferde an einem Ort begutachten.

Auktionspferd unter dem Reiter
Auf einer Auktion werden Pferde auch geritten präsentiert.

Worauf sollte ich bei einer Auktion achten?

Eine Pferdeauktion hat nicht nur den Vorteil, dass die Auswahl an verschiedenen Pferden sehr groß ist, sondern auch, dass alle Pferde vor der Auktion klinisch und röntgenologisch untersucht werden müssen. Ein entsprechendes Gutachten steht dann allen Interessenten zur Verfügung.

Aber: So viele Pferde auf einmal können einen auch erschlagen. Deswegen sollte man sich auf jeden Fall bereits im Vorfeld mit der Auswahl der Auktionspferde genauer auseinandersetzen. Außerdem empfiehlt es sich, sich bereits eine Woche vor der Auktion die Zeit zu nehmen, seine vierbeinigen Favoriten bei der täglichen Arbeit und den Präsentationsterminen des Auktionslots unter dem Sattel oder beim Freispringen anzuschauen. Dafür gibt es extra Auktionsreiter. Oder man nutzt die Möglichkeit, die ausgewählten Pferde selbst auszuprobieren – viele Auktionen bieten dies inzwischen im Vorfeld an. Und meist sind auch bereits einige Wochen vor der Auktion schon Videos online eingestellt.

Wie sieht der Ablauf einer Auktion aus?

Am Auktionstag selbst werden die Pferde nacheinander unter dem Sattel präsentiert, während der Auktionsleiter versucht, den Preis möglichst hochzutreiben und das Pferd versteigert. Wie sich der Preis bei den einzelnen Pferden entwickelt, ist nicht vorhersehbar. Es kann also durchaus passieren, dass dein Favorit leider unerschwinglich wird.

Und wie bezahle ich ein Auktionspferd?

Mit etwas Glück erhälst du aber den Zuschlag für dein Lieblingspferd! In diesem Fall musst du das Pferd direkt vor Ort im Auktionsbüro in bar oder mit einem bankbestätigten Scheck zu bezahlen.

Wichtig! Zusätzlich zum Zuschlagspreis werden dann auch die Auktionsgebühren fällig. Die genaue Abwicklung inklusive Übersicht der anfallenden Gebühren kannst du aber vorher dem Auktionskatalog entnehmen.

Wenn du das Pferd bezahlt hast, erhälst du in der Regel direkt den Pferdepass und die Eigentumsurkunde – und dein Pferd natürlich. Das kannst du dann direkt mitnehmen. Viele Auktionshäuser bieten aber auch an, dass sie den Transport des Pferdes in den neuen Stall übernehmen. Allerdings musst du die Transportkosten übernehmen.

Wo finden Auktionen statt?

Viele deutsche Pferdezuchtverbände veranstalten jährlich mindestens eine Auktion. Daneben werden Privatauktionen von Ausbildungsställen und Hengsthaltern ebenfalls durchgeführt. Auch im Ausland gibt es immer mehr Auktionen, gerade in den Niederlanden gibt es viele Fohlenauktionen.

  • In unserem Veranstaltungskalender findest du Auktionen in deiner Nähe
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Ulrike Seim

Ulrike Seim

Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.
Ulrike Seim

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