Biologische Arzneimittel für Pferde

Pferde natürlich behandeln

Egal ob eine akute Verletzung, Husten oder Arthrose – wenn ein Pferd erkrankt, wünschen wir uns als Pferdebesitzer eine möglichst schnelle und vollständige Heilung für unser Tier. Dazu können verschiedene Therapien zum Einsatz kommen.

Immer mehr Pferdebesitzer suchen nach alternativen, schonenden Therapieformen – und werden in der biologischen Therapie fündig: Biologische Arzneimittel für Pferde enthalten Wirkstoffe aus der Natur. Diese helfen, die Gesundheit der Patienten wiederherzustellen, ohne dabei das körperliche Gleichgewicht zu beeinträchtigen.

Doch wie wirkt dieser ganzheitliche Behandlungsweg überhaupt? Welche Vorteile haben biologische Arzneimittel gegenüber konventionellen Arzneimitteln und wann ist ihr Einsatz sinnvoll? Hier erfährst du es!

Biologische Arzneimittel beim Pferd – seit Langem bewährt

Die Therapie mit biologischen Arzneimitteln beim Pferd ist kein neuer Trend – sie hat sich schon seit Jahrzehnten bewährt. Die alternative Therapieform entstand vor über 80 Jahren aus einem ehrgeizigen Ziel heraus: Dr. Hans-Heinrich Reckeweg entwickelte die ersten biologischen Arzneimittel als Brücke zwischen der Homöopathie und der klassischen Schulmedizin. Mittlerweile sind die Heel Arzneimittel bei vielen Tierärzten fest etabliert, da sie den Patienten eine schonende, verträgliche und gleichzeitig effektive Behandlung ermöglichen.

Wirkweise biologischer Arzneimittel

Unabhängig von der Art der Verletzung oder Erkrankung Eures Pferdes – es sind immer zahlreiche Prozesse im Körper am Heilungsprozess beteiligt. Dieser komplexe Mechanismus wird beim Einsatz konventioneller Arzneimittel nicht immer ausreichend berücksichtigt: Sie enthalten meist nur einen Wirkstoff, der an einem spezifischen Ziel im Körper ansetzt. Dort wird – je nach Behandlungsziel – ein physiologischer Prozess gehemmt oder aktiviert.

Biologische Arzneimittel wie z.B. Zeel oder Traumeel ad us. vet. dagegen folgen einem eher ganzheitlichen Ansatz: Biologische Tierarzneimittel basieren auf dem multicomponent-multitarget-Prinzip. Das bedeutet, dass sie über mehrere effektive Einzelsubstanzen (multicomponent) verfügen, die an vielen Stellen des Körpers gleichzeitig wirken (multitarget). Komplexe Krankheitsgeschehen beim Pferd können so gut verträglich und entsprechend der natürlichen Prozesse des Organismus therapiert werden. Dadurch sind sie auch für Patienten, die eine Langzeittherapie benötigen, sehr gut geeignet.

Weil weniger mehr ist: das Low-dose-Konzept

Die Organ- und Stoffwechselfunktionen des Pferdes werden – genau wie beim Menschen – von einer Vielzahl unterschiedlicher Hormone und Enzyme reguliert. Diese Botenstoffe kommen in kleinsten Mengen im Körper vor, ihre Konzentration liegt im sogenannten Low-dose-Bereich. So liegt beispielsweise die physiologische Östronsulfatkonzentration (weibliches Geschlechtshormon) im Blut von Stuten je nach Zyklus bzw. Trächtigkeitsstadium bei nur 5 – 45 ng/ml. Selbst wenn die Menge dieser Stoffe nur geringfügig von ihrer natürlichen Konzentration abweicht, kann das das körpereigene Gleichgewicht empfindlich stören.

Die in den biologischen Arzneimitteln enthaltenen Wirkstoffkomponenten entsprechen den im Körper vorliegenden Konzentrationen und haben das Ziel, gestörte Regelkreise wiederherzustellen.

Natürliche Wirkstoffe bieten viele Einsatzmöglichkeiten für die Pferdegesundheit

Das Spektrum biologischer Arzneimittel für Pferde ist groß und vielfältig. Entsprechend der Erkrankung kann die Gabe der Arzneimittel als Einzeltherapie sowie ergänzend zu einer konventionellen Behandlung erfolgen. Gerade bei multimorbiden Pferden, die mehrere Erkrankungen aufweisen und dementsprechend verschiedene Medikamente benötigen, ist dies besonders günstig. Auch für die dauerhafte Therapie chronischer Erkrankungen bei Pferden wie Arthrose sind biologische Arzneimittel aufgrund ihrer Eigenschaften gut geeignet. Da die Therapie meist lebenslang erfolgt, müssen hohe Anforderungen erfüllt werden: die Arzneimittel müssen wirksam und gut verträglich sein, damit die Lebensqualität des Pferdes möglichst lange erhalten bleibt.

Auch bei der Behandlung akuter Traumata wie Stauchungen, Prellungen oder Zerrungen setzen Pferdehalter und Tierärzte gleichermaßen auf die Anwendung biologischer Arzneimittel beim Pferd. Denn selbst wenn die Verletzungen zunächst nicht schwerwiegend erscheinen, ist eine rasche Behandlung immer entscheidend! In der Folge jeder Verletzung wird im Körper ein Entzündungsgeschehen ausgelöst. Unbehandelt kann dies den Heilungsverlauf verzögern und zu dauerhaften Schäden führen. Der Ansatz der biologischen Therapie ist es, das Entzündungsgeschehen in die richtigen Bahnen zu lenken, um so optimale Bedingungen für einen vollständigen und schnellen Heilungsverlauf zu ermöglichen.

Wie biologische Arzneimittel die Gesundheit Eures Tieres stärken können, erfahrt Ihr von Eurem Tierarzt – er oder sie berät Euch gerne zu den Möglichkeiten biologischer Arzneimittel beim Pferd.

Möchtest du weitere Informationen über die Gesundheit von Pferden und biologischen Arzneimittel haben?

Nicole Schreiner

Nicole Schreiner

Frau Dr. Schreiner ist als Tierärztin in der Medizinabteilung von Heel Vet tätig.
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