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Ein Pferd ohne Sattel zu reiten, ist eine tolle Sache. Kann aber gerade bei längeren Touren durchaus unangenehm fürs Pferd werden und ist in der Sport- oder Turnierreiterei undenkbar.

Hier haben wir ein Pferd welches sozusagen „Reiterdruck“ bekommen hat. Die Besitzerin fühlt sich in einem Sattel nicht so wohl und reitet Ihr Pferd nur mit einem Pad. Nach einem mehrtägigen Wanderritt bekam das Pferd deutlich sichtbare Stichelhaare. Die Besitzerin wiegt ca. 55 kg.

Das bedeutet, ein Sattel muss her. Aber welcher?

Das heutige Angebot an Sätteln ist ausgesprochen umfangreich. Dressur, Springen, Wanderreiten, Barock, Western, mit Baum oder baumlos, flexibel oder verstellbar… Wie findet man den richtigen Sattel bei so einer Auswahl?

Es gibt verschiedene Faktoren, die vorab bei der Wahl eines Sattels zu beachten sind:

Die Verwendung

Was möchte ich mit meinem Pferd machen? Möchte ich mehrere Stunden ausreiten und Tagesritte veranstalten? Dann ist der Dressursattel sicherlich nicht die richtige Wahl. Oder möchte ich Springen? Dann würde ich dies nicht unbedingt mit einem Westernsattel versuchen.
Natürlich gibt es gerade im klassischen Bereich, die sogenannten „Vielseitigkeitssättel“.  Aber es ist halt, wie mit den meisten Allroundern: Sie können alles, aber nichts richtig …

Nur der Springsattel gibt dem Reiter den nötigen Halt und unterstützt ihn durch Schnitt und Pauschenform. Und der Wanderreitsattel bietet die notwendige große Auflagefläche, um das Gewicht von Reiter und Gepäck optimal auf dem Pferderücken zu verteilen.

Hier ein klassischer Springsattel mit ausgeprägten Pauschen, die dem Reiterbein den notwendigen Halt geben.

Und ist mein Pferd dazu in der Lage?

Es kann passieren, dass Pferdebesitzer die Eignung Ihres Pferdes falsch einschätzen. Oder ihm einfach Aufgaben zumuten, die es auf Grund von Körperbau und Bemuskelung einfach nicht korrekt und auf lange Sicht gesund ausführen kann.

Wenn ich mir einen Isländer zulege, dann wird dieser in der Regel kein Pferd für die Arbeit am Rind sein. Der schwere Kaltblüter wird nie der Springcrack werden usw.

Natürlich bestätigen – wie immer – Ausnahmen die Regel. Aber ich sollte mir im Klaren darüber sein, was ich machen möchte und meine Pferde und Sattelwahl entsprechend anpassen.

Das Reitergewicht

Und hier soll es nicht darum gehen, mit welchem Gewicht man aufs Pferd steigen sollte oder auch nicht. Man sollte viel mehr beobachten, wie sich der Sattel auf dem Pferd unter dem Reiter verhält. Bei einem Dressursattel, der unter einem 60 kg Reiter gut auf dem Pferd liegt, wird sich die Polsterung unter einem 100 kg Reiter anders verhalten. Dies sollte man bedenken. Und für den Sattel eine entsprechende Polsterung oder vielleicht ein anderes Sattelkonzept wählen. Hier gibt es mittlerweile genügend Möglichkeiten, die einen dressurmäßigen Sitz mit einer vergrößerten Auflagefläche kombinieren.

Sattel mit einer vergrößerten Auflagefläche und dressurmäßigem Sitz.

Auch in einem Rennsattel, bei dem die Polsterung und Druckverteilung auf ein Minimum reduziert ist, „sitzen“ nur entsprechend leichte Personen.

Diese 3 Faktoren sind auch nicht einzelnd zu betrachten. Sondern sind miteinander verknüpft. Lässt man sie bei der Sattelwahl außer Acht, ist die geschaffene Lösung oft nur kurzfristig zufriedenstellend und kann dem Pferd sogar langfristig gesundheitliche Probleme bereiten.

Beim nächsten Mal schauen wir uns an, wie lang ein Sattel sein darf.

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EQUIscan

Wir bieten ein Mess-System für den Pferderücken, den Topograph PRO, mit dem Sattler, Händler und Hersteller in der Lage sind, die Form des Pferderückens zu erfassen. Dieses Daten können dann genutzt werden, um Änderungen an einem vorhandenen Sattel durchzuführen, einen gebrauchten Sattel zu finden oder auch einen Neuen bauen zu lassen.

Wir stellen in unserer Werkstatt CNC gefräßte Sattelbäume aus allen Bereichen der Reiterrei her und bieten Sattelseminare für Pferdebesitzer in ganz Deutschland.
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