Dressurreiten

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Dressurpferde

Das Dressurreiten – Grundlage der reiterlichen Ausbildung und vollendete Reitkunst

Reiter und Pferd als harmonisches Paar, das im Gleichklang durch das Viereck tänzelt – mit diesem Höchstmaß an Reitkunst ist die Hohe Schule des Dressurreitens erreicht. Noch weit entfernt von derartigen Höchstleistungen ist die Dressur jedoch zunächst einmal die Voraussetzung für jede Art von reiterlicher Betätigung und somit die Grundlage der Pferdeausbildung für den Reitsport, denn durch die dressurmäßigen Übungen erlernt das Pferd, gehorsam auf Hilfen durch den Reiter zu reagieren. Daher dient die Disziplin im Sinne der klassischen Pferderziehung dazu, die natürlichen Veranlagungen der Pferde zu verfeinern und die Bewegungsabläufe durch gymnastische Übungen zu fördern. Zugleich soll sich eine Sensibilisierung für Hilfestellungen und Kommandos einstellen, um das Pferd rittig zu machen und es zum Ausführen verschiedener Lektionen zu veranlassen.

Im ursprünglichen Sinn trägt die Gymnastizierung zur Gesunderhaltung der Dressurpferde bei und erhält ihre Nutzbarkeit für das Reiten. Die Ausbildung in der Dressur erfolgt dabei orientiert an der Skala der Ausbildung, bei der die Losgelassenheit, Geraderichtung, Versammlung und Anlehnung sowie der Takt und Schwung maßgeblich sind.

In sportlicher Hinsicht hat sich die Dressur aus den Rittigkeitsaufgaben und Prüfungen der Kavalleriepferde heraus entwickelt. So entstammen die Ausbildungsprinzipien der Kavallerieschule Hannover und wurden 1912 erstmals niedergeschrieben. Noch im selben Jahr waren Dressurpferde erstmals bei den Olympischen Spielen vertreten.

Pferde dieser Disziplin