Fahrsport

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Fahrsport – Pferdesport mit dem Gespann an den Leinen

Fahren mit Pferd oder Pony, Vier- oder Einspänner – der Fahrsport präsentiert sich äußerst abwechslungsreich und erweist sich stets als sehenswerte Disziplin. Die Geschichte des Fahrens reicht dabei länger zurück als die Tradition des Reitsports, denn Wagenrennen waren bereits lange Zeit vor Christi und im antiken Olympia an der Tagesordnung. Bevor das Pferd überhaupt zum Reiten genutzt wurde, fand es als Wagenpferd vor den Kampf- und Streitwagen Verwendung. Auch in der Neuzeit waren Fahrpferde vielfach zu sehen, dann jedoch als Kutschpferde vor Karren und Kutschgespannen zum Transport von Waren und Personen. Bis sich das Fahren als Pferdesportdisziplin herausgebildet hatte, sollte jedoch noch einige Zeit vergehen. So wurden erst im Jahr 1972 erstmals Weltmeisterschaften ausgetragen.

Der Fahrsport wird entsprechend der Anzahl der Fahrpferde in verschiedene Turnierklassen unterteilt, in Einspänner, Zweispänner und Vierspänner. Zu absolvieren sind Prüfungen in der Dressur sowie im Gelände (Marathon)- und Hindernisfahren, die sowohl einzeln als auch zusammen als Gesamtergebnis gewertet werden. In diesem Fall geht das Gespann siegreich hervor, das in allen drei Teildisziplinen gesamt am besten abgeschnitten und die wenigsten Strafpunkte erhalten hat. Gefahren wird in Deutschland bis heute im Achenbach-Fahrsystem, das auf Benno von Achenbach zurückgeht. Er gilt als Pionier des Fahrsports und entwickelte die Fahrlehre im Pferdesport maßgeblich.

Neben dem Turniersport wird das Fahren aber auch im Freizeitbereich für Kutschfahrten sowie zu Unterhaltungszwecken im Show-Bereich genutzt. Bei Schaufahrten werden die Fahrpferde auch häufig mit zwei bis drei Pferden hintereinander als Random oder Tandem gespannt. Denkbar sind beim Gespann darüber hinaus eine Troika und Quadriga oder noch größere Gespanne mit bis zu elf Fahrpferden.

Pferde dieser Disziplin