Gangpferdereiten

470

Das Gangpferdereiten – eine Disziplin, die Gangpferden vorbehalten ist

Das Gangpferdereiten umfasst alle reiterlichen Aktivitäten, bei denen ausschließlich Gangpferde zum Einsatz kommen. Unter diese spezielle Pferdebezeichnung fällt jedes Reitpferd, das aufgrund seiner genetischen Veranlagung neben den drei Grundgangarten eine oder zwei Spezialgangarten beherrscht. Hierzu zählen der Tölt, Pass und Foxtrott, aber auch der Paso, Marcha, Walk, Rack und Slow Gait. Im Vordergrund steht stets die möglichst fließende Bewegung, bei der Reiter von einem erschütterungsfreien und bequemen Sitz profitieren. Unabhängig vom Tempo lässt es sich auf einem Gangpferd auch über weite Strecken sehr komfortabel sitzen.

Während das bequeme Reiten im Mittelalter noch sehr gefragt war, verloren Gangpferde durch den zunehmenden Bedarf nach Kutschpferden an Beliebtheit. Erst seit dem Aufkommen der Freizeitreiterei und der Verbreitung der Isländer in den letzten Jahrzehnten hat sich das Bild gewandelt. Heute werden Gangpferde besonders gerne im Zuge des Freizeit-, Gelände- und Wanderreitens gerne eingesetzt.

Beim Gangpferdereiten steht die korrekte, taktklare Reitweise aller Gangarten, sowohl im Freizeitbereich als auch auf Turnieren im absoluten Fokus. Für diese Disziplin werden die Pferde ebenso klassisch ausgebildet, wie in der Dressur. Lediglich wenn das Pferd nach der allgemein gültigen Skala der Ausbildung ausgebildet wurde, kann es ein taktklares, gesundes Gangbild zeigen.

Die Islandpferde sind die bekanntesten Gangpferde, jedoch werden ebenso die Rassen wie Paso Fino, Mangalarga Marchador und American Saddlebred der Disziplin des Gangpferdereitens zugeordnet.

Pferde dieser Disziplin