Jagdpferde

Das Jagdreiten – faszinierender Sport in Rot

Rot gekleidete Reiter, die einer Meute aus Dutzenden Hunden hinterherjagen, und rasanter Galopp im freien Gelände – bietet sich einem dieser Anblick, dann kann es sich nur um das Jagdreiten handeln. Das Jagen hinter Hunden hat eine lange Tradition, wurde zunächst zur Nahrungsbeschaffung betrieben und erwies sich später als standesgemäßer Zeitvertreib der adeligen Gesellschaft. Zweifellos sind diese Zeiten längst passé und dennoch sind allein in Deutschland rund 10.000 Reiter regelmäßig auf ihrem Jagdpferd aktiv, um der Schleppjagd als Sport und Freizeitvergnügen, aber auch im Sinne der Pflege eines traditionsreichen Kulturguts nachzugehen. Bei der Jagd folgt eine Gruppe aus Reitern der Meute, die einer künstlich gelegten Fährte, dem sogenannten Scent, auf der Spur ist. Ist die Jagd mit dem „Halali“-Ruf beendet, findet die feierliche „Curée“ statt, bei der die Hunde mit einem Stück Pansen belohnt werden, während die im Kreis versammelten Reiter ihre Kappe abnehmen

Das Jagdpferd – wichtig ist die Eignung für die anspruchsvolle Jagd;

„Jagdpferde können generell jeder Rasse entstammen, denn Herkunft, Alter oder Abstammung sind weniger maßgeblich als die körperliche und mentale Eignung zur Teilnahme an Jagdritten. Ob Pony, Wallach oder Stute, ein leistungsfähiges Jagdpferd entspricht keinem allgemeingültigen Pferdetyp, muss jedoch hinsichtlich des Reitens und Umgangs sowie mit Blick auf die nötige Gelassenheit eine gute Ausbildung erfahren haben. Hierzu zählen eine fundierte reiterliche Ausbildung im Springen und in der Dressur, aber auch eine uneingeschränkte Straßen- und Geländesicherheit. Entsprechend der rasseunabhängigen Auswahl geeigneter Pferde ist auch die gezielte Zucht von Jagdpferden eher selten, mit Ausnahme von Irland, wo sich der Irish Hunter als typische Jagdpferde-Rasse herausgebildet hat.

Exterieur

Aufgrund des oftmals unwegsamen Geländes sollten Jagdpferde über ein hohes Maß an Trittsicherheit, eine robuste Konstitution und eine positive körperliche Ausdauer verfügen. Um bei der Jagd nicht die Gefahr von Überanstrengung einzugehen, ist eine hohe Kondition ebenso unerlässlich wie ein athletischer Körperbau. Wird der Irish Hunter zum Vorbild genommen, zeichnen sich Jagdpferde durch ein Stockmaß von 150 bis 180 Zentimetern, einen gut proportionierten Kopf sowie einen gut geformten, mittellangen Hals aus. Vorteilhaft sind ebenfalls ein kräftiger Rücken, reichlich Gurtentiefe und eine muskulöse, abfallende Kruppe. Das Fundament sollte sich sehr stabil und mit harten Hufen zeigen.

Interieur

Bedeutender als die körperlichen Anforderungen ist das Interieur, denn Jagdpferde müssen sich ruhig, clever und ausgeglichen präsentieren. Neben einem von Natur aus gegebenen, nervenstarken Gemüt sollten sie die Fähigkeit und Sensibilität besitzen, schnell und abrupt auf reiterliche Hilfen zu reagieren. Das Galoppieren in Gruppen, durch Wälder und Wiesen, Engpässe und Wassergräben, enger Kontakt mit der Meute, Unterschiede im Tempo, Auf- und Absitzen, Positionswechsel – all diese Situationen bei der Jagd müssen besonnen absolviert werden. Pferde, die nicht zum Umgang mit Hunden fähig sind, oder gar ausschlagen, sind daher nicht als Jagdpferde geeignet.

Die Grundgangarten der Jagdpferde – Galopp und Springvermögen stehen im Vordergrund

Jagdpferde sollten eine gute reiterliche Ausbildung vorweisen, die Grundgangarten sicher beherrschen und sich vor allem durch einen schnellen und wendigen Galopp auszeichnen. Im Gelände bewegen sie sich im Idealfall sehr harmonisch und vorausschauend.

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Pferde dieser Disziplin

Jagdpferde

Fotos: Sabine Fischer / PIXELIO