Jagdreiten

Faszinierender Sport in Rot

Rot gekleidete Reiter, die einer Meute aus Dutzenden Hunden hinterherjagen, und rasanter Galopp im freien Gelände – bietet sich einem dieser Anblick, dann kann es sich nur um das Jagdreiten handeln. Das Jagen hinter Hunden hat eine lange Tradition, wurde zunächst zur Nahrungsbeschaffung betrieben und erwies sich später als standesgemäßer Zeitvertreib der adeligen Gesellschaft. Zweifellos sind diese Zeiten längst passé und dennoch sind allein in Deutschland rund 10.000 Reiter regelmäßig auf ihrem Jagdpferd aktiv. Heut wird aber eher einer Schleppjagd als Sport und Freizeitvergnügen, aber auch im Sinne der Pflege eines traditionsreichen Kulturguts nachzugehen.

Parforcejagd

Heutzutage darf eine so genannte Parforcejagd, ist eine Hetzjagd und darf in Deutschland seit 1934 nicht mehr durchgeführt werden. Dabei hat die Hundemeute hat das Wild bis zur Erschöpfung durch den Wald gehetzt, sodass die Reiter das Wild erlegen konnten.

JagdreitenSchleppjagd

Bei der Jagd folgt eine Gruppe aus Reitern der Meute, die einer künstlich gelegten Fährte, dem sogenannten Scent, auf der Spur ist. Die Jagd wird mit dem „Halali“-Ruf beendet. Danach findet die feierliche „Curée“ statt, bei der die Hunde mit einem Stück Pansen belohnt werden, während die im Kreis versammelten Reiter ihre Kappe abnehmen. Noch heute wird die traditionelle Jagdkleidung getragen. Diese besteht meist aus einem roten Jagdrock bzw. einen in gedeckter Farbe, einer weißen oder beigen Reithose, dem Plastron (ein weißer Seidenschal) und den schwarzen Jagdstiefeln. Zudem gibt es bei jeder Jagd einen Master. Dieser  darf nicht überholt werden und gibt das Tempo der Jagd an.

Fuchsjagd

Auch beliebt ist die Fuchsjagd, bei der ein Reiter die Rolle des Fuchses übernimmt. Dabei wird die komplette Fuchsjagd ohne Meute durchgeführt. Der Fuchs befestigt sich eine Lunte (der Fuchsschwanz) an seiner Schulter und versucht seinen Verfolgern zu entkommen. Diese wiederum versuchen dem Fuchs die Lunte abzunehmen.

Jagdpferde

Als Jagdpferde haben sich besonders der Englische und der Irische Hunter bewährt. Prinzipiell kann das Jagdpferd aber jeder Rasse entstammen.  Die Pferde sollten allerdings trittsicher und mit guter Kondition ausgestattet sein und zusätzlich eifrig über die Hindernisse im Gelände springen.

Pferde dieser Disziplin

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