Polosport

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Polosport – ein anspruchsvoller Mannschaftssport hoch zu Ross

Elitär und kostspielig, mit elegantem Flair und nur etwas für die High Society – nicht selten ist dies ein gängiges Klischee, wenn es um Polosport geht. Dabei ist der Mannschaftssport mit Pferden eine anspruchsvolle und traditionsreiche Reitsportart, die sowohl den Polopferden als auch Spielern ebenso reiterliches Können wie Spielintelligenz abverlangt. Zweifellos ist es wohl auch diese besondere Mischung des Ballspiels im Sattel, die den Polosport seit jeher so beliebt macht, zumal die Ursprünge bereits 700 v. Chr. in Persien liegen. Waren es Jahrhunderte später britische Soldaten, die das Spiel in Indien kennenlernten und mit nach England brachten, so wird Polo heute in Europa, den USA und in Südafrika, aber insbesondere auch in Argentinien gespielt. Das südamerikanische Land ist das Hauptzuchtgebiet der Polopferde und maßgeblich für die Entstehung und Zucht der verbreitetsten Rasse beim Polosport, das argentinische Polopony. Speziell gezüchtet durch die Kreuzung von englischen Vollblütern und Criollos, einer südamerikanischen Warmblutrasse, ist das Pony perfekt für den harten Polosport geeignet. In Deutschland kommt aber auch häufig das Deutsche Polopferd zum Einsatz, das seit 2000 als Rasse anerkannt ist, während in den USA verstärkt das Quarter Horse beim Polo zu sehen ist.

Beim Polospiel selbst treten zwei Mannschaften auf einem 275 x 180 Meter großen Spielfeld gegeneinander an, die in der Regel aus jeweils vier, auf Pferden reitenden Spielern bestehen. Ziel ist es, einen Ball mithilfe eines Holzschlägers so oft wie möglich in das gegnerische Tor zu befördern. Rasante Wendungen und reichlich Spannung sind dementsprechend garantiert. Besonders entscheidend ist die Schutzausrüstung von Spieler und Polopferd, die sich zum Schutz vor Verletzungen aus Helm und Knieschoner sowie aus Bandagen und hochgebundenem Schweif zusammensetzt.

Pferde dieser Disziplin