Springpferde

1906

Das Springreiten

Hohe Hindernisse und fulminante Sprünge – das Springreiten gilt nicht umsonst vielfach als Königsdisziplin des Reitsports, denn die spektakulären Parcours begeistern nicht nur Pferdekenner. Die Disziplin umfasst das schnellstmögliche Überwinden mehrerer, in festgelegter Reihenfolge zu absolvierender Hindernisse in Form von Steil- und Hochweitsprüngen, aber auch von Geländehindernissen wie Wassergräben. Neben Einzelsprüngen können dabei auch Kombinationen von doppelten oder dreifachen Hindernissen vorkommen. Pferd und Reiter treten alleine als Paar gegen die Zeit an und werden bei Abwürfen an Hindernissen mit Zeitstrafpunkten belegt.

Daneben ist das Springreiten aber auch als Grundausbildung von Bedeutung, denn durch das Training der Sprunggymnastik werden auch Sportpferde anderer Disziplinen in ihrer Selbstsicherheit sowie ihrer Balance und Geschicklichkeit gefördert.

Als eigenständige Disziplin geht das Springreiten auf Hoch- und Weitsprungwettbewerbe im Gelände zurück, die erstmals im 19. Jahrhundert ausgetragen wurden. Zunehmende Popularität stellte sich durch die Reittechnik des Italieners Caprilli ein, der das seit 1912 olympische Springen mit seinem bis heute durchgeführten Entlastungssitz revolutionierte.

Das Springpferd und seine Eigenschaften

Athlet und Arbeiter, mit Mut und natürlicher Springveranlagung – das Springpferd muss das nötige körperliche Vermögen, aber auch Wesensstärke mitbringen, um Hindernisse mutig anzugehen.

Exterieurs

Pferde dieser Disziplin sollte eine ausgeprägte Athletik, kräftige Konstitution sowie ein natürliches Springvermögen und gute Aktionen zeigen, um das Überspringen der Hindernisse mit der nötigen Harmonie, aber auch mit Rhythmus und Gleichklang zu absolvieren. Ein nicht zu tief angesetzter Kopf und eine genügend gewinkelte Hinterhand sind ebenso wichtig wie eine kräftige, lange Schulterpartie und feine Gelenke. Erwünscht sind zudem eine lange, schräge Kruppe, eine stabile Oberlinie, ein kräftiger und klarer Widerrist sowie ein Rücken von guter Länge. Als vorteilhaft erweisen sich auch eine tiefe, breite Brust und eine gute Gurtentiefe. Hinsichtlich des Stockmaßes muss ein Springpferd nicht zwangsläufig eine Idealgröße erfüllen, denn der nötige Mut zur Überwindung großer Hindernisse lässt weitere Eigenschaften wie Größe, Rasse und Körperbau oftmals in den Hintergrund treten. Dennoch ist der Großteil der Springpferde um die 165 bis 172 Zentimeter groß.

Interieur

Wer sich für ein Springpferd interessiert, sollte bei der Auswahl auf die erforderliche Springfreude, aber auch auf weitere Interieurmerkmale achten. Von Bedeutung sind ein gutes Konzentrations- und Reaktionsvermögen, Leistungs- und Lernbereitschaft sowie Nervenstärke und Disziplin. Ebenso nicht fehlen sollte ein gewisses Maß an Temperament und Kampfgeist sowie eine ausgewogene Mischung aus Kühnheit und vorsichtigem Springen.

Die Grundgangarten beim Springpferd

Mit Blick auf die Grundgangarten sollte das Springpferd einen gelösten und raumgreifenden Schritt zeigen, bei dem sich das Hinausfußen der Hinterhufe über die Trittsiegel der Vorderhufe ausreichend weit darstellt. Der Trab sollte federnd und schwungvoll mit abhebenden Hufen sein. Für das Springen entscheidend ist aber vor allem der Galopp, der frisch und vorwärts gerichtet sowie im natürlichen Gleichgewicht und ohne Schwerpunktverlagerung auf die Vorhand absolviert werden sollte.

Von größter Bedeutung ist beim Springpferd aber naturgemäß die Springtechnik und -veranlagung. Ein Basculieren über dem Sprung, bei dem der Rücken sich aufwölbt und eine Dehnungshaltung einnimmt, ist für einen hervorragenden Sprungablauf ebenso erforderlich wie eine Beintechnik mit gut angewinkelten Vorder- und Hinterbeinen.

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Pferde dieser Disziplin