Springreiten

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Das Springreiten

Hohe Hindernisse und fulminante Sprünge – das Springreiten gilt nicht umsonst vielfach als Königsdisziplin des Reitsports, denn die spektakulären Parcours begeistern nicht nur Pferdekenner. Die Disziplin umfasst das schnellstmögliche Überwinden mehrerer, in festgelegter Reihenfolge zu absolvierender Hindernisse in Form von Steil- und Hochweitsprüngen, aber auch von Geländehindernissen wie Wassergräben. Neben Einzelsprüngen können dabei auch Kombinationen von doppelten oder dreifachen Hindernissen vorkommen. Pferd und Reiter treten alleine als Paar gegen die Zeit an und werden bei Abwürfen an Hindernissen mit Zeitstrafpunkten belegt.

Daneben ist das Springreiten aber auch als Grundausbildung von Bedeutung, denn durch das Training der Sprunggymnastik werden auch Sportpferde anderer Disziplinen in ihrer Selbstsicherheit sowie ihrer Balance und Geschicklichkeit gefördert.

Als eigenständige Disziplin geht es auf Hoch- und Weitsprungwettbewerbe im Gelände zurück, die erstmals im 19. Jahrhundert ausgetragen wurden. Zunehmende Popularität stellte sich durch die Reittechnik des Italieners Caprilli ein, der das seit 1912 olympische Springen mit seinem bis heute durchgeführten Entlastungssitz revolutionierte.

Heute ist das Springreiten neben dem Dressurreiten die populärste Disziplin im Reitsport. So sind unterschiedliche, internationale Reitturniere nicht nur Zuschauermagnet für Interessierte am Springreiten, sondern oftmals sind sie gesellschaftliche Events.

Zu den bekanntesten Springreitern aus Deutschland gehören heutzutage unter anderem Hans Günter Winkler, Paul und Alwin Schockmöhle, Ludger Beerbaum und Otto Becker.

Pferde dieser Disziplin