Voltigieren

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Voltigieren

Akrobaten auf dem Pferd

Akrobatische Übungen und im Kreis galoppierende Pferde – wenn das Turnen im Mittelpunkt des Reitsports steht, kann es sich nur um das Voltigieren handeln. Wörtlich wird Voltigieren von dem französischen Ausdruck “la voltige” für Sprung über das Pferd abgeleitet. Diese Disziplin umfasst das Ausüben von turnerischen gymnastischen Übungen. Diese Figuren werden im Einklang mit den Bewegungen der Pferde auf ihrem Rücken gezeigt. Hierzu führt der Longenführer als dritter Teil des Teams die Voltigierpferde in einem großen Kreis an der Longe, sodass sich ein harmonischer Gleichklang zwischen Pferd und Mensch entwickelt.

Pflicht und KürVoltigieren

Die Voltigierpferde kommen sowohl beim Einzel- als auch beim Doppel- oder Gruppenvoltigieren zum Einsatz. In der Pflicht und Kür sowie bei Einzelprüfungen werden, auch im Zuge eines Technikprogramms, eingeübte Choreografien in fließender Bewegungsabfolge zur Musik präsentiert. Die Pflicht im Voltigiersport bezeichnet vorgegebene Figuren die gezeigt werden müssen und je nach Leistungsklasse variieren. Bei der Kür werden Pflicht Übungen mit dynamischen Figuren, wie zum Beispiel Schrauben oder Sprünge, kombiniert.

Ursprung des Voltigierens

Die Geschichte des Voltigieren reicht bis in die Antike zurück. Zu jener Zeit wurde Voltigieren hauptsächlich zur militärische Ausbildung der Soldaten genutzt. Als moderner Pferdesport ist das Voltigieren seit den 1950er Jahren fest etabliert. Seit 1963 werden regelmäßig deutsche Meisterschaften und seit den 1980er Jahren auch internationale Wettkämpfe ausgetragen.

Pferde dieser Disziplin