Westernreiten

Westernreiten – von der Arbeit auf der Ranch zur Reitweise

Diese Reitweise ist nicht nur in ihrem Ursprungsland, den USA sehr beliebt, sondern auch in Europa und Deutschland gibt es viele Westernreiter. Für den Laien sehen diese Reiter aus wie Cowboys im Sattel. Und dies ist gar nicht so abwegig – schließlich entwickelte sich diese Disziplin aus der Arbeit vom Cowboy mit seinem Pferd auf einer Ranch. Vorrangig hüteten sie Rinder und begleiteten die Herden zu neuen Weiden. Mit den besonderen Fähigkeiten der Pferde entwickelten sich die Pferderassen weiter und waren bestens geeignet für die gemeinsame Arbeit mit ihrem Reiter. Aus den verschiedenen Anforderungen an die Pferde entwickelten sich mehr als 15 Disziplinen, die zur Reitweise Western gehören. In den einzelnen Disziplinen werden Turniere und Wettkämpfe ausgetragen, sodass Westernreiter oft auch Tunierambitionen haben. So werden unter anderem Wettbewerbe im Western Riding, Western Horsemanship, Cutting oder Western Pleasure ausgetragen. Eine andere Gruppe, die einen großen Teil der Westernreiter ausmacht, sind Freizeitreiter. Sie reiten mit ihren Pferden auch in einer der Disziplinen und nutzen die Ausstattung des Westernreitens, wie einen Westernsattel.

Disziplinen im Westernreiten

Die bekanntesten Unterdisziplinen vom Westernreiten sind Reining, Cutting oder auch Trail. Reining ist eine Form der Dressur im Western-Reitstil, die beinahe durchgängig im Galopp geritten wird. Die Reiter bekommen eine festgelegte Aufgabe, die auch Pattern genannt wird. In dem Pattern sind Lektionen wie Tempounterschiede, Stops, Rückwärts richten und Drehungen enthalten. Diese zu absolvierenden Lektionen orientieren sich an Elementen aus dem ursprünglichen Arbeitsalltag der Westernpferde und werden dressurgerecht künstlerisch umgesetzt. Seit 2000 ist Reining eine FEI-Disziplin und wird auf den Weltreiterspielen ausgetragen.

Beim Western Pleasure stehen die Gangarten und das Gesamtbild von Pferd und Reiter im Vordergrund. Der Reiter stellt sein Pferd in den verschiedenen Grundgangarten und dem Extended Trot vor. Die Hilfen durch die Hand des Reiters sollen sehr fein sein, sodass sie vom Zuschauen fast nicht zu erkennen sind. Außerdem soll das Pferd fein am Zügel gehen. Die Richter bewerten die Taktreinheit des Pferdes, die Einwirkung des Reiters und auch das Erscheinungsbild der beiden. Deswegen tragen Pleasure-Reiter oft bestickte Hemden und Stiefel mit auffälligen Verzierungen.

Geeignete Westernpferde

Typische Pferderassen, die beim Westernreiten eingesetzt werden, sind das Quarter Horse, Appaloosa oder das Paint Horse. Diese Rassen sind seit vielen Jahren für den Einsatz als Westernpferd hingezüchtet worden. Das Westernreiten hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich an Zuspruch gewonnen und immer mehr Menschen widmen sich dieser Disziplin. Auch Anfänger finden sich hier sehr gut zurecht und bekommen eine fundierte Ausbildung.

Pferde dieser Disziplin

Ähnliche Beiträge

Nächster Beitrag