Westernreiten

178

Westernreiten – spektakuläre Wettbewerbe in verschiedenen Unter-Disziplinen

Cowboys im Sattel – für weniger Pferdesportinteressierte ist dies beim Thema Westernreiten sicherlich ein gängiges Bild. In der Tat hat sich die heute immer beliebtere Disziplin aus der amerikanischen Hüte- und Rancharbeit der Cowboys zu Pferde entwickelt und wird in einem Reitstil geritten, der sich an der Arbeitsweise im Umgang mit Viehherden orientiert. War es ursprünglich ein rein zweckmäßiges Reiten zum Verrichten der anfallenden Arbeiten, so ergaben sich daraus spezielle Anforderungen an den Pferdetyp und die Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter. Aus den vielfältigen Aufgaben auf der Ranch entstanden allmählich verschiedene, inzwischen mehr als 15 Unter-Disziplinen für den Turniersport. So werden unter anderem Wettbewerbe im Western Riding, Western Horsemanship, Cutting oder Western Pleasure ausgetragen.

In Deutschland besonders populär ist das Reining, eine Dressur im Western-Reitstil, die beinahe durchgängig im Galopp geritten wird. Die zu absolvierenden Lektionen orientieren sich an Elementen aus dem ursprünglichen Arbeitsalltag der Westernpferde und werden dressurgerecht künstlerisch umgesetzt. Rasante Übungen wie Drehungen, fliegende Galoppwechsel und abrupte Stopps geben hierbei ein spektakuläres Bild ab. Kein Wunder, dass sich Reining und das Westernreiten generell auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit erfreuen konnten. Seit rund 30 Jahren hat sich eine zunehmend wachsende Westernreit-Szene entwickelt, die sich in ihrem sportlichen Stellenwert längst gefestigt präsentiert. Das Westernreiten ist heute nicht mehr nur in den USA als Ursprungsland, sondern weltweit vertreten und wird seit dem Jahr 2000 von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung als Disziplin anerkannt. So ist beispielsweise auch in Deutschland ein eigenständiger Bundeskader für das Reining vorhanden.

Pferde dieser Disziplin