Eigentumsurkunde Pferd

Die Eigentumsurkunde wird zusätzlich zum Equidenpass ausgestellt.  Und zwar immer dann, wenn dieser zusammen mit dem Abstammungsnachweis bzw. der Geburtsbescheinigung in einer gemeinsamen Mappe zusammengefasst ist. Oder falls keine Zuchtbescheinigung vorliegt.

Die Urkunde steht demjenigen zu, der im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Eigentümer eines Pferdes ist. Sie ist daher bei Veräußerung des Pferdes zusammen mit dem Equidenpass dem neuen Eigentümer zu übergeben und bei Tod des Tieres an den ausstellenden Verband zurückzugeben. Equidenpass und Eigentumsurkunde gehören zu jedem eingetragenen Pferd wie Fahrzeugschein und –brief zu einem Kraftfahrzeug.

Inhalt der Eigentumsurkunde

Die Eigentumsurkunde enthält folgende Informationen:

  • Name des Pferdes
  • Lebensnummer
  • Geschlecht des Pferdes
  • Mikrochipnummer (wenn vorhanden)
  • Rasse
  • Zuchtbrand (wenn vorhanden)
  • Name, Land, Postleitzahl und Ort des Züchters
  • Fellfarbe
  • Geburtsdatum
  • Abstammungsbaum mit vier Generationen der Vorfahren
  • Ausstellungsort und -Datum des Dokumentes
  • Stempel der ausstellenden Zuchtorganisation
  • Unterschrift der ausstellenden Person

Ist beim Pferdekauf und Pferdeverkauf eine Eigentumsurkunde nötig?

Zunächst gilt: Der Equidenpass gilt nicht als Beweis des Eigentums eines Pferdes. Die Eigentumsurkunde wird von den Zuchtverbänden gesondert ausgestellt. Im Gegensatz zum Pass, welcher immer “beim” Pferd sein sollte (Stallbesitzer sollten z.B. alle Equidenpässe der Einstaller aufbewahren), sollte die Eigentumsurkunde separat aufbewahrt werden. Dies empfehlen die Verbände.

Die “Eigentumsübertragung” eines Pferdes erfolgt aber dennoch nicht durch die Aushändigung der Eigentumsrukunde. Sondern durch die Übergabe des Pferdes selbst. Diese sollte bewiesen werden können – z.B. mit Zeugenaussagen. Rechtlich auf der sicheren Seite ist man mit einem Kaufvertrag, in welchem Datum der Übergabe und der neue Besitzer angegeben sind.