Fellwechsel Pferd

Der Fellwechsel beim Pferd ist in jedem Frühjahr und Herbst zu beobachten. Sobald die Sonnenstrahlen wieder intensiver und die Tage ab Februar allmählich länger werden, verlieren die ersten Pferde ihr Winterfell. Spätestens im März wird das Haarkleid dann komplett durch das kürzere, feinere Sommerfell ersetzt. Umgekehrt ist es hingegen in den Herbstmonaten, wenn das dichtere Winterfell zum Schutz vor den kalten winterlichen Temperaturen heranwächst. Dementsprechend ist der Fellwechsel beim Pferd zwei Mal im Jahr unumgänglich und hängt dabei in seinem Beginn nicht in erster Linie von den steigenden oder fallenden Außentemperaturen, sondern von der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Tageslänge ab. Wie stark der Fellwechsel beim Pferd ausgeprägt ist, entscheidet oftmals die Haltungsform. Während Pferde, die auch bei kalten Temperaturen im Winter vorrangig im Offenstall stehen, meist ein dickeres Winterfell aufweisen, ist das Haarkleid bei warm eingestallten Pferden nicht so stark ausgeprägt.

Der Fellwechsel beim Pferd – eine Höchstleistung des Stoffwechsels

Vor allem beim Übergang vom Sommer- auf das Winterfell geht der Fellwechsel beim Pferd mit hohen Anforderungen an den Stoffwechsel sowie einem gesteigerten Energiebedarf an Eiweiß und Nährstoffen einher. Zum Aufbau der aus Keratin bestehenden Haare wird ein hohes Maß an Aminosäuren, Mineralstoffen, essenziellen Fettsäuren und Spurenelementen wie Kupfer, Selen und Zink benötigt, zumal reichlich Kraft für das Herausschieben der neuen Haare aus der Haut aufgebracht werden muss. Sind nicht genügend Nährstoffe vorhanden, beeinträchtigt dies zwar nicht den Fellwechsel beim Pferd, aber es kann mitunter zu einer Schwächung des Immunsystems und einer vorübergehend höheren Anfälligkeit für Infekte führen.

Den Fellwechsel beim Pferd bestmöglich unterstützen

Steht der Fellwechsel beim Pferd unmittelbar bevor, empfiehlt sich die Unterstützung des Stoffwechsels durch eine optimierte Fütterung. Entsprechende Maßnahmen sind grundsätzlich bei allen Pferden vorteilhaft, aber insbesondere bei älteren oder kranken Pferden zu befolgen. Da im Zuge des Fellwechsels reichlich Amino- und Fettsäuren benötigt werden, bietet sich das Füttern von Leinsamen an. Dieser sorgt für eine Unterstützung des Stoffwechsels und eine Ankurbelung der Verdauung, sodass der Fellwechsel beim Pferd positiv beeinflusst wird. Pferdebesitzer müssen den Leinsamen aufgrund der enthaltenen Blausäure zwingend schroten oder abkochen, es sei denn, sie verwenden die ebenfalls im Handel erhältlichen fütterungsfertigen Produkte oder geben alternativ Leinöl zum Futter hinzu. Ebenso bewährt hat sich auch die Zufütterung von Mineralfutter, das viele Mineralien und Spurenelemente enthält. Zink, Kupfer und Co sorgen ganz nebenbei für einen ansprechenden Glanz des Fells, was insbesondere bei Braunen und Füchsen zum Tragen kommt. Allerdings sollten es Besitzer nicht mit dem Mineralfutter übertreiben und sich an die empfohlenen Mengenangaben der Hersteller halten. Darüber hinaus kann für einen problemlos verlaufenden Fellwechsel beim Pferd auch Bierhefe zugefüttert werden, die sich durch reichlich Vitamin B und E auszeichnet. Neben der erhöhten Vitaminzufuhr fördern die Hefezellen die Aufnahme der Mineralien im Pferdedarm und wirken so gleich zweifach positiv.

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