Eine Kolik ist wohl der Albtraum jedes Pferdebesitzers. Und eine Erfahrung, die sowohl für dein Pferd als auch für dich schrecklich sein kann. Es gibt aber ein paar ganz einfache Möglichkeiten, wie du das Risiko einer Kolik minimieren kannst. Hier findest du 8 Tipps zur Prävention.

1. Keine schnellen Futterwechsel

Plötzliche oder übereilte Futterwechsel können eine Kolik auslösen. Gerade empfindliche und schwerfuttrige Pferde sind hier anfällig. Falls du das Pferdefutter wechseln musst, füttere schrittweise kleine Mengen des neuen Futters zu dem bisherigen dazu. Parallel dazu reduzierst du das alte Futter. Die Futteränderung sollte so ca. 4-5 Tage dauern.

2. Häufiges Füttern & kleine Mahlzeiten

Nicht nur schnelle Änderungen beim Futter, auch plötzlich große Mengen können eine Kolik hervorrufen. Pferde sind von Natur aus Weidetiere: Je mehr du dieses natürliche Verhalten in der Haltung deines Pferdes nachbilden kannst, desto besser. Wenn möglich, teile die täglichen Futterrationen auf regelmäßig und kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag auf. So ist der Verdauungstrakt deines Pferdes durchgängig beschäftigt. Es empfiehlt sich auch erst Heu und dann Kraftfutter zu füttern.

3. Viel Auslauf

Auch hier gilt es, dass natürliche Verhalten von Pferden zu unterstützen: Je mehr Zeit dein Pferd draußen und in Herdenhaltung verbringt, desto besser. Die Bewegung und das Grasen unterstützen eine gesunde Verdauung und reduzieren so die Gefahr einer Kolik.

4. Schnelles Anweiden

Ebenso wie bei schnellen Futteränderungen, kann es auch bei zu viel Gras zu einer Kolik kommen. Langsames Anweiden ist daher ein MUSS im Frühjahr!

5. Feuchtes Raufutter & frisches Trinkwasser

Viele Pferdebesitzer schwören auf gewässertes Heu – dieses ist nicht nur gut für die Atemwege, sondern kann zusätzlich dafür sorgen, dass Pferde mehr Wasser zu sich nehmen. Viele Pferde trinken nämlich über den Tag zu wenig. Trinkt ein Pferd zu wenig Wasser, so kann dies zu Kreislaufproblemen und einer Kolik führen.

6. Kein Fallobst

Immer wieder stehen Pferde auf Obstwiesen, dabei sind diese gerade zur Erntezeit wirklich gefährlich für Pferde. Denn dann bedienen sich viele Pferde am Fallobst. Wenn dies überhandnimm und die Pferde zu viele überreife Früchte fressen, kann es zu Fehlgärungen im Darm und so zu einer Kolik führen.

7. Routine

Viele Pferde reagieren empfindlich und mit Stress auf dauernde Änderungen im Tagesablauf. Pferde sind Gewohnheitstiere! Es hilft der Stressreduzierung, wenn dein Pferd einen geregelten „Zeitplan“ hat. Dieser zeigt sich z.B. in festen Fütterungszeiten, aber auch im regelmäßigen Auslauf, geregelten Reitzeiten und Ruhephasen.

8. Stressreduzierung

Wie bereits oben mehrfach geschrieben: Gib deinem Pferd die Chance, so natürlich wie möglich gehalten zu werden. Dazu gehören vor allem Herdenhaltung, viel Bewegung und Auslauf, qualitativ hochwertiges und ausreichendes Raufutter.

Kerstin

Kerstin

Ich arbeite bei ehorses im Marketing und versuche mein Wissen über den Reitsport in unterschiedlichen Blogbeiträgen weiterzugeben.
Kerstin