Muskelaufbau beim Pferd mit Aminosäuren
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Pferde effektiv aufzutrainieren ist kein Buch mit sieben Siegeln. Muskelaufbau geschieht durch Training in Intervallen und mit gezielter Fütterung. Die Bausteine der Eiweiße, Aminosäuren genannt, spielen dabei eine essenzielle Rolle. Für Sportpferde genauso wie für Rekonvaleszenten nach Krankheit. Wie Du Dein Pferd beim Muskelaufbau unterstützen kannst und wozu Aminosäuren gut sind, erklärt Sophia Riegger, Futterexpertin bei marstall.

Grundsätzlich gilt: Egal für welche Disziplin trainiert, ob geritten, gefahren oder longiert wird, das Pferd braucht zum Aufbau von Muskeln sowohl Trainingsreize als auch Pausen, in denen nicht wieder die gleiche Muskulatur angesprochen wird.

Aminosäuren für Fohlen
Gerade Fohlen und junge Pferde haben einen hohen Bedarf an Protein, nicht nur für eine kräftige Muskulatur, sondern auch für stabile Knochen. (Foto: Asya Pozniak)

Alte Pferde bauen oft Muskeln ab – auch hier helfen hochwertige Proteine, die Muskulatur zu erhalten. (Foto: Dulastock Images)

Zudem muss es so gefüttert werden, dass den Muskeln alle zum Wachsen nötigen Bausteine bereitstehen. Hier spielen die aus Aminosäuren bestehenden Proteine eine entscheidende Rolle. „Übrigens brauchen nicht nur Sportpferde diese Bausteine, sondern vor allem auch Fohlen, wachsende Pferde, laktierende Stuten, Hengste und Senioren. Deshalb enthalten alle Futtermittel von marstall, die für diese Pferdegruppen konzipiert wurden, besonders viele und leicht verdauliche Proteine bzw. Aminosäuren in Reinform“, so Sophia Riegger.

Trainingsreize setzen

Das optimale Muskeltraining besteht abwechselnd aus anstrengendem Training, die die Muskulatur an ihre Grenzen bringt ohne sie zu überfordern. Und einer Pause in der das Pferd zwar bewegt, aber die Muskeln nicht deutlich gefordert werden. Während dieser leichten Bewegung passiert im Pferdekörper viel: Die Durchblutung der beanspruchten Muskeln wird verstärkt, Zellen werden erneuert, und die zuvor belastete Muskelregionen wie die Rückenmuskeln werden aufgebaut, damit sie den nächsten Trainingsreiz besser umsetzen zu können.

Dafür brauchen Rücken-, Hinterhand-, Halsmuskeln & Co. Futter. Die Proteine kommen hier ins Spiel. Dabei kommt es auf die Menge des „verdaulichen Rohprotein“ an. Der Pferdekörper macht daraus körpereigenes Eiweiß. „Proteine sind genauso für die Milchproduktion der Stute oder Spermaproduktion des Hengstes und Knochenstruktur der Fohlen wichtig, wie für den Muskelaufbau“, so die Futterexpertin bei marstall.

Essenzielle Aminosäuren füttern

Die kleinsten Bestandteile, aus denen Muskeln sich zusammensetzen, sind die Aminosäuren Myosin und Actin.

Proteine sind die Grundbausteine aller Zellen. Nur durch sie wird es möglich, dass Zellen stabil sind und Muskeln sich kontrahieren können. Durch sie werden Stoffe weiter transportiert und sie ermöglichen allerhand weitere Prozesse zwischen den Zellen. Proteine werden auch für den Aufbau von Muskelmasse gebraucht und zur Regeneration geschädigter Zellen zum Beispiel. Die Proteine bestehen aus Aminosäuremolekülen. Am wichtigsten sind die essenziellen Aminosäuren in der Ration. Diese kann das Pferd nicht selbst bilden. Die essenziellen Aminosäuren heißen:

Fehlt eine von ihnen, hat das Auswirkungen auf den gesamten Organismus. Gerade bei Lysin, Methionin und Tryptophan kommt es nicht selten zu Engpässen, wie Studien zeigen. „Umso schlimmer“, sagt Sophia Riegger, „denn diese drei sind erstlimitierend. Das heißt, wenn eine von diesen Aminosäuren fehlt, können auch die anderen nicht mehr aufgenommen werden.“ Insbesondere Lysin und Threonin kommt beim Muskelaufbau eine besondere Bedeutung zu. Werden diese Aminosäuren zugefüttert, können Schwankungen bei der Aufnahme aus den sonstigen, natürlichen Futtermitteln wie Gras oder Heu besser von den Pferden verkraftet werden. Damit ist eine optimale Versorgung sichergestellt und der Aufbau der Muskulatur wird positiv unterstützt.

Auch die einzelnen Muskelfaserbündel im Pferdekörper bestehen in ihrer kleinsten Einheit, den Fibrillen, aus Myosin und Aktin, zwei Eiweißarten. Wird ein Muskel gebeugt, verkürzt er sich in dem sich Myosin und Aktin übereinander schieben. Wird ein Muskel gestreckt, schieben sich die beiden Eiweißarten wieder auseinander.

Wissenschaftlich bestätigt

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Fütterung essenzieller Aminosäuren an Sportpferde mittleren Alters die Muskelentwicklung bei moderatem Training verbessert, ebenso die Muskelentwicklung bei alten Pferden und bei Junghengsten (Graham-Thiers und Kronfeld, 2005 sowie Koslowski, 2008).

Zu viel Proteine?

„Viele Pferdebesitzer haben Angst, zu viel Eiweiß zu füttern“, weiß Sophia Riegger aus unzähligen Futterberatungen. Sehen wir uns an, wie die Aufnahme von Proteinen abläuft. Grundsätzlich sind in allen Futtermitteln – auch dem Raufutter – Aminosäuren vorhanden. Doch stehen diese dem Pferd nicht alle zur Verfügung. Allein schon der Erntezeitpunkt des Heus hat große Auswirkungen darauf, wie viel Aminosäure es daraus aufnehmen kann. Stammt das Heu aus einem ersten späten Schnitt – was ja auch viele gute Eigenschaften hat – sind die Proteine so fest in die Zellwände der schon verholzten Stängel eingebunden, dass das Pferd sie nicht bis Ende des Dünndarms aufgeschlossen bekommt. Doch nur hier stehen sie ihm zur Verfügung.

Ganz unberechtigt ist also die Sorge vor zu viel Eiweiß nicht. „Allerdings nur bei Protein, das nicht im Dünndarm verdaut werden kann,“ so die Futterexpertin von marstall. Wird zu viel unverdauliches Eiweiß gefüttert, kann das Pferd dieses nicht ohne Nebenwirkungen ausscheiden. Es entsteht giftiger Harnstoff beim Abbauprozess, den die Leber unschädlich machen muss. Das belastet. Ob das zutrifft, können Tierärzte anhand der Harnwerte und von bestimmten Leberenzymen herausfinden. Eine Leberbelastung äußert sich beispielsweise in Leistungsabfall, auffällig starkes Schwitzen, viel Trinken und Harnabsatz, starkem Ammoniakgeruch.

Gute Proteine erkennen

Wie gut Aminosäuren vom Pferdekörper aufgenommen werden können, macht also einen großen Unterschied aus. „Wir bei marstall kennzeichnen das dünndarmverdauliche, also gute, Protein mit ‚pcv Rohprotein‘ bei allen Produkten mit hohem Proteingehalt – egal ob Müsli, Ergänzungsfutter, Mineralfutter oder auch Diät-Ergänzungsfutter. PCV steht hier für präcaecal verdaulich, was dünndarmverdaulich also fürs Pferd verfügbar bedeutet“, erklärt Sophia Riegger. Ist das Rohprotein mit pcv angegeben, ist sicher, dass es sich um besonders hochwertiges Rohprotein handelt. Diese Kennzeichnung findet sich zum Beispiel auf folgenden marstall-Futtermitteln, die besonders viele leicht verdauliche Proteine enthalten.

Rassetypische Muskulatur

Beim Springen werden andere Muskeln gefordert als bei anderen Disziplinen – doch alle Muskelarten brauchen ausreichend Aminosäuren, um optimale Leistungen bringen zu können. (Foto: Christoph Hähnel)

Wichtig zu wissen: Pferde verfügen muskulär über unterschiedliche genetische Voraussetzungen. Man unterscheidet slow-twitch und fast-twitch Muskelfasern. Die einen sind ideal für Langstreckenbeanspruchung (slow-twitch), die anderen für kurze schnelle Kraftübertragung (fast-twitch). In welchem Verhältnis beide Typen im Körper angelegt sind, ist genetisch festgelegt. So eignet sich ein Vollblutaraber von Natur aus mehr zum Distanzreiten, als ein Spring- oder Rennpferd, dem dank vieler Fast-twitch Fasern kraftraubender, schneller Sport leichter fällt. Welche Fasern verstärkt ausgeprägt werden, kann mit Training bis zu einem gewissen Grad beeinflusst werden.

Fazit

Bedarfsgerechte Fütterung bedeutet, auch die Aminosäure-Zufuhr im Blick zu haben. Das gilt generell und speziell bei besonderen Bedürfnissen: Pferde, die Muskeln aufbauen sollen, Pferde, die im Reha-Training sind, Pferde, die abnehmen aber ihre Muskulatur nicht verlieren sollen, Pferde die wachsen oder Mutterstuten sowie deckende Hengste. Besondere Bedeutung bekommt der Gehalt an Aminosäuren im Futter, die im Dünndarm aufgenommen werden können. Diesen müssen Hersteller nicht extra kennzeichnen. Marstall macht dies aber freiwillig, das Kürzel dafür lautet „pcv“.

Bei Fragen rund um die Pferdefütterung allgemein oder speziell zu Proteinen und Aminosäuren erreichen Sie unsere kostenlose Futterberatung Montag bis Freitag 7 bis 17 Uhr unter Tel. +49 – 83 86 – 93 33-15, per Mail an info@marstall.eu oder PN bei facebook unter @MarstallPferdefutter

Sophia Riegger

Sophia Riegger

Als Futterexpertin bei marstall kennt sie sich in allen Belangen rund um Pferdefutter aus und berät dich bei deinen Fragen zur optimalen Versorgung deines Pferdes.
Sophia Riegger

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