Auffallen will im Reitsport natürlich jeder – für viele gilt heutzutage allerdings das Motto: „If you can´t enchant them with exellence – Blind them with Bling!“ Auf gut Deutsch: Wer im Sattel nicht überzeugt, muss das mit ganz viel Glitzer wett machen! Doch ist das eigentlich in jeder Sparte der Reiterei gleich? Wo tragen Pferd und Reiter die auffälligsten Outfits und was sind Do´s and Don´ts im Pferde-(und Reiter-)Styling?

Kategorie 1: Die Westernreitercowgirl-419084_1280

In einigen Disziplinen des Westernreitens gilt ganz klar: More Glitter – more Style!
Vor allem in der sogenannten „Western Pleasure“ geht es neben der Gang- und Bewegungsqualität des Pferdes auch um das Gesamtbild. Dazu gehört natürlich auch das Styling! Besonders fällt hier logischerweise alles ins Auge, was glänzt und glitzert. Viele silberne Beschläge und extravagante Verzierungen an Sattel, Zaumzeug, Stiefeln und Gürtelschnallen sind also genauso unverzichtbar, wie knallige, auffällige Farben.
Besonders die Boots zählen für den Westernreiter  zu den wichtigsten Merkmalen eines perfekten Stylings, tolle Lederqualität und ausgefallene Musterungen sind hier ein absolutes MUSS!

Und das gefällt uns auch am Westernreiten: Hier wird Wert auf einen auffälligen aber natürlichen Style mit hochwertigen Produkten gelegt, in dem viel Liebe zum Detail steckt.

Kategorie 2: Die Dressurreiter

Unter dieser Kategorie hat bestimmt jeder direkt ein bestimmtes Bild vor Augen: Ein weiss bandgiertes Pferd mit passender Schabracke schmeißt die Beine, das einem die Augen aus dem Kopf fallen, der Reiter im eleganten schwarzen Frack mit samtigem Zylinder thront auf dem

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Rücken seines edlen Rosses, die weiss behandschuhten Hände zittern nicht einmal. Die Nase hoch erhoben weiß er, wie erhaben er auf das Publikum wirkt.  Nicht ein einziges Pferdehaar beschmutzt seine blütenweisse Reithose, kein Staubkorn ziert seine polierten Stiefel.

Und ja, das Klischee bestätigt sich. Zwar nicht immer, aber doch häufig. Denn beim klassischen Dressurreiter passt einfach alles zusammen! Vom T-Shirt über die Fliegenhaube, bis zum passenden Stirnriemen und Haargummi wird alles abgestimmt, komme was wolle!
Und auch, wenn es vielleicht etwas übertrieben wirkt: Schön aussehen tut es doch allemal!

Kategorie 3: Die Springreiter

Bei den Springreitern steht schon eher die Funktionalität des Equipments im Vordergrund. Ein reiter-772301_1280schickes Martingal, der Stollengurt und ein zum mexikanischen Reithalfter mit Plüsch passender Sattel gehören zur Grundaussattung nahezu jeden Springreiters. Doch auch im Springsport gibt es natürlich absolute Must-Haves! Dazu gehören aktuell besonders die, auf die Schabracke abgestimmten, lackierten Alu-Steigbügel einer angesagten Marke. Die Sporen dürfen natürlich auch gerne in der passenden Farbe gekauft werden. Besonders „in“ sind außerdem auffallend sportliche Reithelme, die schon beinahe an ein kleines, glitzerndes Raumschiff erinnern und Fliegenohren, die bald bis zu den Nüstern reichen und dessen Sinn wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte der Springreiter kennen.
Den Springreitern geht es weniger um Eleganz, als um dynamisches und dennoch schickes und funktionales Auftreten.

Fakt ist: In jeder Sparte der Reiterei gibt es sicherlich einige Outfit-Richtlinien, die erfüllt werden müssen, um in der „Szene“ akzeptiert zu werden. Und mal ehrlich? Welchem Reiter macht es keinen Spaß, sich und sein Pferd auch mal in Schale zu werfen? Dennoch sollte das Hauptaugenmerk nicht darauf liegen, wie das T-Shirt des Reiters zu den Hufglocken des Pferdes passt, sondern wie beide als Paar miteinander harmonieren – im und außerhalb des Sattels.

1 KOMMENTAR

  1. Wirklich interessant wie sich die verschiedenen Outfits zwischen den verschiedenen Disziplinen so entwickelt haben. Immer wieder gibt es neue Trends. Das macht die Branche auch sehr spannend.
    Beste Grüße,
    Lars

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