Hilfe, mein Pferd lahmt

So kannst du die Heilung stumpfer Traumata unterstützen und Folgeerkrankungen vermeiden

Wenn das Pferd plötzlich lahmt, steckt meist eine akute Verletzung dahinter.  Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht schwerwiegend erscheint – unterschätzen sollte man sie trotzdem nicht! Denn stumpfe Traumata, wie Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen können – wenn sie nicht vollständig abheilen, dauerhafte Folgeschäden verursachen. Gerade weil wir als Halter die Schwere eines Traumas nicht immer richtig einschätzen können, ist es ratsam, den Tierarzt hinzuzuziehen.

Akute stumpfe Traumata zählen zu den häufigsten Verletzungen bei Pferden. Kein Wunder, denn oftmals reicht dafür schon ein falscher Tritt oder ein unglücklicher Zusammenstoß auf der Weide aus – das Pferd beginnt zu lahmen. Durch die Entlastung des verletzten Beins  versucht es, Schmerzen zu vermeiden. Nun gilt es, schnell zu handeln:

  • Um eine weitere Belastung des verletzen Beines zu vermeiden, solltest Du die jeweilige Aktivität Deines Pferdes unverzüglich nach Einsetzen der Lahmheit abbrechen. Jetzt ist Boxenruhe angesagt!
  • Das verletze Bein kannst Du – sofern Dein Pferd es zulässt – mit einem eingewickelten Kühlpad oder einem nassen Handtuch vorsichtig kühlen.
  • Wenn die betroffene Stelle stark anschwillt, ein Gelenk betroffen zu sein schein, Dein Pferd neben der Lahmheit deutliche Schmerzreaktionen zeigt, sich das verletzte Bein in einer unnatürlichen Stellung befindet oder Du einen Knochenbruch vermutest, sollte der Tierarzt unverzüglich gerufen werden.

So erkennst Du ein stumpfes Trauma bei Deinem Pferd

Äußerlich macht sich ein leichtes bis mittelschweres Trauma nicht nur durch plötzliche Lahmheit, sondern auch durch eine Schwellung, Erwärmung und Rötung des betroffenen Bereichs bemerkbar – die klassischen Anzeichen einer Entzündung, die manchmal aber auch erst nach einiger Zeit auftreten können. Fälschlicherweise wird eine solche Entzündung oft als Komplikation verstanden, tatsächlich ist sie aber ein notwendiger Teil des Heilungsprozesses: Nur so können ideale Bedingungen für eine schnelle und vollständige Reparatur des geschädigten Gewebes geschaffen werden.

Problematisch wird es allerdings, wenn dieser  Prozess nicht reibungslos verläuft. Kommt es zu einer überschießenden oder anhaltenden Entzündung, kann dies den Heilungsverlauf beinträchtigen oder  sogar verhindern. In der Konsequenz kann sich aus einem zunächst harmlos erscheinenden Trauma ein schwerwiegendes, im schlimmsten Fall chronisches Krankheitsgeschehen, wie beispielsweise Arthrose entwickeln.

Tierärztliche Untersuchung immer ratsam

Nur der Tierarzt kann die Schwere einer Verletzung gesichert beurteilen. Es ist daher in jedem Fall ratsam diesen hinzuzuziehen, wenn der Verdacht auf ein stumpfes Trauma besteht. Für eine genaue Diagnose wird er eine orthopädische Untersuchung im Gang und Stand durchführen, sowie bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen, Ultraschall) einsetzen. Auf Basis der gestellten Diagnose wird er die entsprechenden Therapiemaßnahmen einleiten.

Biologische Trauma-Therapie: Wirksam und verträglich

Bei der Behandlung leichter bis mittelschwerer Traumata haben sich biologische Tierarzneimittel bewährt. Die natürlichen Arzneimittel enthalten aufeinander abgestimmte Einzelsubstanzen, die gleichzeitig an verschiedenen Stellen im Organismus wirken und den Heilungsprozess nachhaltig fördern. Inhaltsstoffe wie Ringelblume, Arnika und Beinwell (z.B. in Traumeel ad us. vet.) wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend. Damit können sie das Entzündungsgeschehen effektiv regulieren und die Heilung unterstützen. Zudem sind biologische Tierarzneimittel gut verträglich und können problemlos auch über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden – entweder als Einzeltherapie oder auch in Kombination mit anderen Medikamenten.

Dein Tierarzt berät Dich gerne dazu.

Weitere Informationen rund um die Gesundheit von Pferden findest Du unter www.vetepedia.de oder auf dem YouTube-Kanal von Heel Vet.

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