Wenn Stress ausbremst: Was passiert im Pferdekörper?

Jeder kennt Situationen und Phasen, in denen wir Stress ausgesetzt sind. Das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Tiere. Mit dem Begriff „Stress“ bezeichnet man einen Spannungszustand, der sowohl psychisch oder auch physisch bedingt sein kann. Grundsätzlich wird Stress in drei Kategorien aufgeteilt: neutraler Stress, Eustress und Distress. Eustress bezeichnet positiven Stress, der uns beispielsweise im Sport motiviert , wohingegen mit Distress negativer Stress gemeint ist.

Stress für PferdeWie kann dieser Stress aussehen?

Typische Situationen, in denen die Gewohnheitstiere Pferde erhöhtem psychischem Stress ausgesetzt sind, wären beispielsweise ein Transport, ein Stallwechsel oder eine Integration in eine neue Herde. Neben dem psychischen Stress kann auch physischer Stress bei Pferden auftreten. Dies tritt insbesondere in Zeiten eines erhöhten Anspruches an den Stoffwechsel des Pferdes aufgrund von Fellwechsel, Wachstum, Trächtigkeit, erhöhtem Trainingspensum oder aber auch bei Krankheiten, wie Infektionen, Leberproblemen, Verletzungen oder Wurmbefall auf.

Was passiert bei Stress im Pferdekörper?

Auch im Normalfall (stressfreie Zeiten) sterben täglich Millionen Zellen aufgrund ihrer begrenzten Lebensdauer im Körper ab und der Organismus ist unentwegt damit beschäftigt, diese abgestorbenen Zellen durch neugebildete Zellen zu ersetzen. Für die Zellerneuerung muss sich eine bestehende Zelle verdoppeln. Dabei ist der erste und wichtigste Schritt, dass sich das Erbgut, sprich die DNA, dupliziert. Wissenschaftlich betrachtet sind die DNA und RNA Nukleinsäuren, die im Kleinsten aus Nukleotiden bestehen. Jede Zellverdopplung benötigt somit eine große Menge an Nukleotiden – rund drei Milliarden Nukleotide müssen für jede einzelne Zellneubildung zur Verfügung gestellt werden. Ohne Nukleotide gäbe es weder Zellerneuerung, noch könnte der Organismus fortbestehen. Dies gilt für jeden Organismus – sprich, neben Tieren enthalten auch Pflanzen diese Nukleotide. Es gibt fünf unterschiedliche Nukleotide: Uracil, Thymin, Cytosin, Guanin und Adenin. Diese fünf Nukleotide unterscheiden sich zwischen den Lebewesen nicht – die Pflanzen-DNA wird ebenfalls aus den fünf genannten Nukleotiden aufgebaut. Lediglich die Abfolge der einzelnen Nukleotide auf der DNA der Körperzellen ist unterschiedlich und macht unsere DNA einzigartig.

Sobald der Körper erhöhtem Stress ausgesetzt ist, verkürzt sich die Lebensdauer der Zellen rapide. Dementsprechend entsteht ein erhöhter Bedarf an neuen Körperzellen und somit auch an Nukleotiden. Wenn der Organismus des Pferdes Energie für mehrere Baustellen im Körper benötigt, beispielsweise in Zeiten eines erhöhten Stresslevels ausgelöst durch Fellwechsel, Wundheilung o.ä., kann es vorkommen, dass die vorhandenen Mengen an Nukleotiden nicht ausreicht und sich die Neubildung von Körperzellen in einigen Geweben verzögert. Gerade in Geweben, wo keine Nukleotide neu synthetisiert werden können, ist dies problematisch. Zu diesen Geweben gehören die Darmschleimhaut-, Muskel-, Leber-, Blut- und bestimmte Gehirnzellen.

Nukleotide beim PferdDies erklärt, warum eine ausreichende Versorgung mit Nukleotiden mit vielen positiven Wirkungen im Organismus in Zusammenhang gebracht wird. Des Weiteren sind die Nukleotide nicht nur für die Zellteilung unerlässlich, sondern erfüllen auch viele weitere Aufgaben im Körper. Beispielsweise spielt das Adenin eine große Rolle bei der Energiebereitstellung (ATP) und dem Muskelaufbau.

Woher bekommt der Körper Nukleotide?

Eine gute Nachricht gibt es: Das Pferd ist befähigt, drei Arten der Nukleotidgewinnung zu nutzen, welche unter normalen Umständen zur Bedarfsdeckung ausreichen. Zum Einen werden die abgestorbenen Körperzellen recycelt, zum Anderen können einige Gewebe Nukleotide neu synthetisieren. Zusätzlich werden Nukleotide über die Nahrung aufgenommen.

Grundsätzlich können die Nukleotide aus der Nahrung auch genutzt werden. Allerdings bedarf es hier, wie auch bei den anderen beiden Möglichkeiten, einiger zeit- und energieaufwendiger Umwandlungsprozesse bis die Nukleotide erneut in Körperzellen eingebaut werden können. Aufgrund dieser Prozesse können Situationen auftreten, in denen sich das Pferd nicht ausreichend mit Nukleotiden versorgen kann, sodass diese Pferde anfälliger für Verletzungen oder Infektionen sind.

Mehr Nukleotide, also mehr füttern?

Einige Pferdebesitzer denken jetzt wahrscheinlich: „Nukleotide können über das Futter aufgenommen werden? Super! Dann füttere ich einfach mehr, wenn mein Pferd krank ist oder Stress hat!“ Das ist allerdings der falsche Ansatz. Zum Einen wird in den meisten Fällen einer Verletzung die Futterration sinnvollerweise reduziert, um eine Gewichtszunahme zu verhindern und zusätzlich puscht Kraftfutter die Pferde oft auf. Bei schwer kranken Pferden setzt oft der Appetit aus und sie sind sehr schwerfuttrig. Zum Anderen liegt die Bioverfügbarkeit der über die Nahrung aufgenommenen Nukleotide lediglich bei 5 Prozent – sprich 5 Prozent der aufgenommen Nukleotide kann der Organismus überhaupt verwerten.

Die Lösung: Nukleotide direkt zufüttern!

Um Deinem Pferd eine ausreichende Menge an Nukleotiden zur Verfügung zu stellen, ist eine zusätzliche Fütterung von hochkonzentrierten, gereinigten und balancierten Nukleotiden sinnvoll. Für die Gewinnung dieser aufgereinigten Nukleotide wird ein natürlicher Prozess genutzt, bei dem über mehrere aufwendige Schritte die einzelnen Nukleotide durch Enzyme aus den Hefen (Rohware) geschnitten werden. Dass dieses Verfahren sehr kostenintensiv ist, kann man sich vorstellen, wenn man weißt, dass von einem LKW voller Hefe am Ende eine Kaffeetasse voller Nukleotide übrig bleibt. Sie stehen dem Pferd, anders als bei den Nukleotiden in herkömmlichem Futter, sehr viel leichter zur Verfügung, da sie schon aus den Hefezellwänden herausgelöst wurden und somit eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit aufweisen. Dadurch muss der Organismus weit aus weniger Energie aufbringen, um sie für die Zellneubildung zu nutzen, weil mehrere Umwandlungsprozesse entfallen.

Die richtige Balance finden

Da jedes der fünf einzelnen Nukleotide verschiedene Aufgabenschwerpunkte im Stoffwechsel hat, können durch eine sinnvolle Kombination der einzelnen Nukleotidmengen verschiedenen Körpergewebe gezielt unterstützt werden. Die Zusammensetzung der Nukleotidmischung unterscheidet sich nicht nur nach dem gewünschten Effekt, sondern auch in welcher Spezies sie eingesetzt werden sollen. Zum Beispiel werden in der Humanmedizin bereits Nahrungsergänzungsmittel in der Neurologie eingesetzt, um die Heilung verletzter Nerven zu fördern. Diese enthalten eine andere Nukleotidzusammensetzung, als Mischungen mit Einsatz in der Ernährung von Säuglingen. Bei solchen speziellen Mischungen spricht man von balancierten Nukleotidpräparaten. Genau hier unterscheiden sich auch die Nukleotidprodukte für Pferde. Ein speziell auf die Unterstützung des Immunsystems und des Stoffwechsels abgestimmte und somit balancierte Nukleotidmischung ist in dem Ergänzungsfuttermittel Ludgers N „Goldfever Immun“ enthalten.

Nukleotide mit Ludgers Goldfever zufüttern

Leidet also Dein Pferd an einer chronischen Erkrankung? Oder möchtest du allgemein das Immunsystem stärken, um besser durch den Fellwechsel zu kommen? Oder aber möchtest du Dein Turnierpferd optimal für die Saison vorbereiten und die Leistungsbereitschaft sowie die Ausdauer erhöhen und erhalten? Oder möchtest Du Dein Pferd optimal unterstützen und beste Voraussetzungen für eine zügige Heilung einer Verletzung schaffen? Oder einfach mit einer ausreichenden Zufuhr von Nukleotiden versorgen, um in eventuellen Stressmomenten wie einem Stallwechsel, möglichen Einbußen entgegenzuwirken?

Mit „Goldfever Nukleotid Immun“ wird der Organismus genau richtig unterstützt, um den Heilungsprozess im Körper anzukurbeln und das Immunsystem zu stärken!

Conni Fritz

Conni Fritz

Nach der Bereiterlehre war Conni Fritz viele Jahre in einem Springstall tätig. Danach arbeitete sie 16 Jahre für einen europäischen Pferdefutterhersteller und nun ist sie seit 2014 im Stall Beerbaum für alles rund um die Fütterung verantwortlich. Außerdem ist sie Geschäftsführerin der Futtermittelserie "Ludgers" der Ludger Beerbaum Produkte GmbH

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