Pferd wird gewaschen, streckt Zunge raus

Das Thema “Pferdeputz” beschäftigt viele Reiter – gerade jetzt, wo die Tage länger werden und die Temperaturen steigen. Doch nicht nur das Reiterstübchen will in neuem Glanz erstrahlen – auch unsere Pferde freuen sich hin und wieder über einen ordentlichen Rund-um-Putz (… sollte man zumindest meinen, nachdem sich die lieben Vierbeiner auf dem Paddock wieder pflichtbewusst in der einzigen Matschpfütze weit und breit gedreht und gewendet haben).

Doch, wie bei so vielen Themen, teil sich die Reiterwelt auch hier in verschiedene Lager. Ob von „eben schnell die Sattellage freischrubben“, bis „auf Hochglanz polieren“ sind alle Meinungen vertreten. Hier stellen wir euch die Top 5 der bekanntesten Pferdeputz-Typen vor.

Der Schludrige

Wer kennt ihn nicht? Während alle anderen Reiter bereits auf dem Weg zur Reithalle sind, kommt er 10 Minuten, bevor die Reitstunde los geht, pfeifend in die Stallgasse geschlendert. Eben schnell die Sattellage und das Gesicht des Pferdes von jeglichem Dreck befreien und die Hufe auskratzen reicht schließlich aus. Verschlampter Behang, Stroh im Schweif oder dicke Matsch-Krusten unter dem Pferdebauch sind für diesen Reiter kein Grund, nicht aufzusteigen.

Der Konservative

Striegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Hufauskratzer, Schwämmchen oder Lammfell-Handschuh für die empfindlichen Stellen – diese Reihenfolge darf unter gar keinen Umständen durcheinandergebracht werden. Innovationen sind ihm fremd. Der klassische Pferdeputz-Typ beharrt (fast akribisch) auf seine Traditionen. Mit Glitzer und Einhörnern kann dieser Reiter absolut nichts anfangen, er arbeitet schließlich mit Echtholz-Bürsten, die sich in seiner antiken Putzbox befinden.

Der Pferdeputz-Trendsetter

Die duftenden Abschminktücher für die Nüstern und das neuste Glanzspray für den finalen Abschluss – dieser Typ ist besonders anfällig für den neusten Schrei auf dem Pferdemarkt. Egal ob „Magic-Brush“ oder „Maulbutter“, nichts bleibt ungetestet. So kommt es natürlich nicht selten vor, dass dieser Reiter sein Sortiment fast wöchentlich erweitert. Ein einziges Huföl reicht schließlich nicht aus, wenn es dasselbige nun auch in der „Einhorn-Edition“ gibt. Wenn der Hype mal wieder kürzer war, als die Langlebigkeit des Produktes, vertreiben sie ihre „Putzkasten-Hüter“ gerne unter der Stallgemeinschaft.

Der Eindecker

Diesen Typen könnte man auch „den Faulen“ nennen. Wozu putzen, wenn man schließlich auch vorbeugen kann? Das Pferd wird, egal ob Sommer oder Winter, immer eingedeckt (ganz zum Wohle des Pferdes versteht sich). Ist ja schließlich auch praktisch, denn die wichtigsten Stellen bleiben glücklicherweise vom Dreck verschont. Und das selbst dann, wenn das Pferd es dennoch wagen sollte, sich samt Decke zu wälzen.

Der Pferdeputz-Perfektionist

Striegeln, abbürsten, Hufe auskratzen – das reicht ihm nicht. Der Perfektionist fährt lieber andere Geschütze auf, denn nach der (ohnehin schon sehr ausführlichen) Grundreinigung nimmt dieser Pferdeputz-Fanatiker erst richtig Fahrt auf. Das Pferd wird abgebraust, mit massageähnlichen Handbewegungen einshampooniert und Schweif und Mähne separat gesäubert. Anschließend wird der frisch duftende Vierbeiner bestenfalls kurz unter das Solarium gestellt. Ist das Pferd (ja, wir reden immer noch von einem Pferd) erst einmal trocken, wird der Schweif handverlesen und die Mähne eingeflochten. Dieser Putz-Typ überlässt nichts dem Zufall. Der Nachteil: Nach dieser kräftezehrenden Tortur bleibt meist keine Zeit mehr zum Reiten.

Pferd wälzt sich im Schlamm

Dir fällt gerade auf, dass du deinen Putzkasten auch mal wieder auf den neusten Stand bringen solltest? Eine riesen Auswahl an Pferdeputzzeug findest du hier.