Cob

3700
Cob

Cob

Kräftiger Statur und kompaktem Gebäude

Als Cob wird keine Pferderasse, sondern ein Pferdetyp bezeichnet, der verschiedenen Rassen angehören kann und bestimmte Merkmale hinsichtlich seines Erscheinungsbilds und seiner Eigenschaften erfüllt. Der Name Cob stammt aus dem Englischen und ist ein altes Wort für ein kräftiges, untersetztes Pferd. Die ursprüngliche Bedeutung der Bezeichnung weist also noch heute auf das Exterieur des Pferdetyps hin und meint nach wie vor ein kleines Pferd mit kräftiger und kompakter Statur. In seinem Ursprung stammt der Cob aus England und Irland, wo bis heute mehrere Pferderassen verbreitet sind, die Cob-Typen hervorbringen, darunter der englische Welsh Cob oder der Irish Cob, der in Deutschland auch als Tinker bekannt ist. Mit Blick auf die Zucht ist anzunehmen, dass der Pferdetyp das Resultat von Kreuzungen zwischen schwergewichtigen Huntern und dem Englischen Vollblut sowie dem Irish Draught Horse ist. Nicht zuletzt waren die heute bekannten Cob-Rassen in ihrer Entstehung oftmals nicht geplant, sondern zunächst ein „Zufallsprodukt“ aus Kreuzungen anderer Rassen, wie etwa der Northumberland Cob, der aus der Kreuzung von Welsh Cobs und Hackneys hervorgegangen ist.

Das Exterieur des Cob

Der Cob erreicht meist ein Stockmaß von 153 bis 163 Zentimetern, liegt entsprechend zwischen Kleinpferd und Endmaßpony und kann jede Fellfärbung aufweisen, darunter auch Schimmel und Schecken in verschiedenen Farbvarianten. Sein Körperbau entspricht trotz der eher geringen Größe dem eines schweren Pferdes. Der Kopf ist in der Regel klein und zeigt sich mit einem relativ edlen Ausdruck, zumal grobe Züge zu den unerwünschten Merkmalen gehören. Kennzeichnend für den Pferdetyp sind ein gebogener, eleganter und kräftiger Hals, schräge, starke und gut bemuskelte Schultern sowie ein kompaktes Gebäude mit kurzem, kräftigem Rücken und großer Gurtentiefe. Die Kruppe ist sehr muskulös und die Hinterhand kräftig und rund – ideal, um den Cob als Springpferd einzusetzen. Typisch sind darüber hinaus ein hoch aufgesetzter Schweif und sehr kurze, aber widerstandsfähige, zähe und nicht zu grobe Röhrbeine, die stämmig wirken und mit harten Hufen ausgestattet sind. Nicht zuletzt fällt die meist geschorene, kurze Mähne ins Auge. Der Schweif wird nicht mehr, wie früher üblich, bis zur Schweifrübe gestutzt, sondern lang getragen.

Das Interieur des Cob – zähe und willige Pferde mit ruhigem Wesen

Der zähe und ausdauernde Cob wird als ruhiger, zuverlässiger und sehr williger Reitpartner geschätzt, der sich von nichts beeindrucken lässt und sich zugleich gehfreudig und aktiv zeigt. Er gibt dem Reiter ein sicheres Gefühl und ist ebenso leistungsbereit und kraftvoll wie umgänglich und ausgeglichen. Der gute Charakter mit Menschenbezogenheit und Treue macht ihn zu einem Reitpferd für Jung und Alt und lässt ihn alle Aufgaben willig ausführen. Erwünscht sind möglichst angenehme Gänge.

Einsatzmöglichkeiten – der Cob ist ein gutes Reit- und Springpferd

Ob als Reitpony für das Freizeitreiten oder als Sportpferd, das durchaus an Wettkämpfen im Springreiten teilnehmen kann, der Cob ist durchaus vielseitig einsetzbar. Grundsätzlich eignet sich der Pferdetyp, der auch gerne als schwergewichtiger Hunter mit kürzeren Beinen bezeichnet wird, für Erwachsene und Jugendliche jeden Alters, dabei auch für etwas ältere, körperlich nicht mehr ganz so fitte Reiter. Durch die kräftige Hinterhand zeichnet sich der Cob durch ein gutes Springvermögen aus, sodass ein Einsatz als Spring– und Jagdpferd denkbar ist. Darüber hinaus kann der Cob für jede Disziplin des Freizeitreitens Verwendung finden, zumal er alle Aufgaben willig erfüllt. Im Bewegungsablauf überzeugt er mit einer guten, flachen und aus der Schulter kommenden Aktion sowie einem hervorragenden Galopp.

Empfehlenswerte Links zum Pferdetyp Cob

http://cob.pferderassen.net/
http://www.welt-der-pferde.de/rassen/cob/
http://www.pferde-pferderassen.de/pferderasse/38

Pferde dieser Rasse