Esel

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Esel

Esel

Beschreibung des Esels

Der Begriff Esel beschreibt im eigentlichen Sinne keine Rasse, sondern eine Tierart der Unpaarhufer welche zur Familie der Pferde (Equidae) gehört. Dazu gehört unter anderem der Hausesel, welcher vom Afrikanischen Esel abstammt und weltweit verbreitet ist. Der Afrikanische Esel (Equus asinus asinus) wird auch Echter Esel genannt und zählt in freier Wildbahn zu den gefährdeten Arten. Der Asiatische Esel (Equus hemionus) oder auch Halbesel oder Pferdeesel genannt wurde bisher nie domestiziert. Die Wildlebenden Bestände gelten auch hier als stark gefährdet. Eng mit dem Asiatischen Esel verwandt ist der Kiang (Equus kiang) oder auch Tibet-Wildesel genannt. Der Europäische Wildesel (Equus Wildesel) gilt als ausgestorben und bewohnte ursprünglich westliches Eurasien. Heutzutage gibt es etwas über 30 verschiedene Esel Rassen, wovon viele vom Aussterben bedroht sind.

Exterieur Esel

Es gibt einige unverkennbare Merkmale, die dieses Tier auszeichnen. Besonders die überaus langen Ohren stechen unverzüglich ins Auge. Üblicherweise kommen die Tiere mit einer grauen, braunen, schwarzen oder rötlichen Fellfärbung vor. Des Weiteren besitzt er eine Stehmähne und einen Aalstrich, der über den Rücken verläuft, sowie ein Schulterkreuz, woran diese Tiere eindeutig zu erkennen sind. Auch das sogenannte Mehlmaul kennzeichnet einen Esel. Ebenso ist der Bauch der Tiere meistens heller gefärbt als das restliche Fell. Häufig treten bei dem Hausesel zebraähnliche Abzeichnungen an den Beinen auf. Die Tiere besitzen keinen Schweif sondern einen Schwanz, der in einer Quaste endet. Die Widerristhöhe des Hausesels liegt etwa zwischen 90 cm und 160 cm. Im Gegensatz zum Pferd ist die Widerristhöhe bei dem Tier niedriger als die Kruppe.

Interieur

Ihm wird häufig nachgesagt, er sei ein störrisches und eigensinniges Tier. Dies liegt wohl in erster Linie daran, dass der Esel bei drohenden Gefahren nicht wie sein Artgenosse das Pferd versucht zu flüchten. Entgegen ihrem Ruf sind die Tiere überaus intelligent und lernwillig. Sie sind sehr langlebig und können problemlos ein Alter von 40 Jahren erreichen. Weder in ihrer Heimatregion, noch bei der Haltung hierzulande, leben Esel gern allein. Sie sind ausgesprochen gesellig und geben sich auch mit anderen Tieren wie beispielsweise Ziegen in ihrer Umgebung zufrieden.

Zuchtgeschichte des Esels

In Europa kommt der sogenannte Hausesel am häufigsten vor. Bis heute ist jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Eselrassen entstanden. Der Esel bildet jedoch keine eigenständige Rasse sondern wird dem lateinischen Namen nach (Equus asinus asinus) dem Pferd zugeordnet. Ursprünglich stammt er aus der afrikanischen Steppe, wo er wildlebend war. Somit ist diese Haustierart ideal an die Witterungsbedingungen und geographischen Gegebenheiten der Steppe angepasst.

Besonders wegen seiner Fähigkeit auch einen längeren Zeitraum ohne Futter und Wasser auszukommen, wurde der Esel vor rund viertausend Jahren domestiziert. Aus diesem Grund wird er nun schon seit einem langen Zeitraum als treues Last- und Nutztier eingesetzt und gezüchtet. Wegen der Angepasstheit an seine warme Herkunftsregion, sollte dem Esel insbesondere in den kalten und nassen Wintermonaten eine entsprechende Stallhaltung gewährt werden, um Krankheiten zu vermeiden. Das Fell des Esels saugt sich im Regen schnell voll, was häufig eine Lungenentzündung zur Folge hat.

Verwendung des Esels

Auf Grund ihrer Gutmütigkeit findet man den Esel inzwischen vermehrt in der therapeutischen Arbeit mit Kindern. Seine treuen Augen lassen schnell eine Verbindung zu ihm aufbauen und Vertrauen zu ihm zu gewinnen. Wegen ihrer an trockene und unwegsame Gebiete anpassten Hufe, sind sie weder für lange Ausritte, noch für die Dressur oder anderen Reitsport geeignet. Oftmals findet man die freundlichen Tiere nicht nur in ihrer afrikanischen Heimat als Packtiere oder Begleiter auf Wanderungen. Er ist an karge Futterverhältnisse gewöhnt, weshalb er bei der Haltung in den hiesigen Gefilden keine Fressgrenze kennt. Aus diesem Grund sollte man auf die Ernährung des Esels besonders achten.

Besonderheiten des Esels

Insbesondere die Vernachlässigung der Hufpflege kann für einen Esel erhebliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die Tiere sind ursprünglich an einen eher trockenen Untergrund gewöhnt. Das häufig feuchtere Klima des europäischen Raums kann zur Entstehung von Löchern oder Rissen in den Hufen führen. Bei geflissentlicher Pflege sorgen die Hufe für eine äußerst hohe Trittsicherheit, die sie besonders in steinigen Regionen benötigen. Für eine schnellere Fortbewegung eignen sie sich hingegen nicht. Aus diesem Grund sind sie auch keine Fluchttiere, sondern bleiben bei Gefahren oder auch Stress starr stehen. Ein weiterer Unterschied zwischen Esel und Pferd ist die unterschiedlich lange Tragzeit. Bei Pferden liegt sie im Regelfall bei 330 Tagen, wohingegen sie bei Eseln rund 370 Tage beträgt. Zudem besitzen Esel nur 31 Chromosomenpaare, Pferde dagegen 32.

Pferde dieser Rasse