Hackney

Das Hackney Pferd – ein repräsentatives Kutschpferd aus England

Das Hackney Pferd ist ein als repräsentatives Kutschpferd gezüchteter Traber und stammt ursprünglich aus England. Meist für Shows und im Fahrsport eingesetzt, brilliert das elegante Warmblut mit seiner hohen Bewegungsfreude und Ausdauer, aber vor allem mit seiner imposanten Ausstrahlung und der bemerkenswert hohen Aktion im Trab. Der energische Vorwärtsdrang und die hohe Vorderhandaktion machen den Hackney zu einem beliebten Vorführpferd in der englischen Showszene. Darüber hinaus erfreut sich die eher gering verbreitete Rasse nicht nur als edler Kutschpferdetyp, sondern auch als Freizeit- und Reitpferd zunehmender Beliebtheit. Hierbei kommen sowohl die ausgeprägte Arbeitswilligkeit als auch die Nervenstärke und Gelehrigkeit zum Tragen. Zugleich imponiert das bis zu 165 Zentimeter große Hackney Pferd mit seiner Ausdrucksstärke und eleganten Ausstrahlung, die durch die hohe Kopfhaltung, den langen und schön geformten Hals und das feine und seidig erscheinende Fell zusätzlich untermalt wird. Rassetypisch kommen vor allem Braune in allen Schattierungen, aber auch Füchse und Rappen vor.

Der Ursprung der Rasse liegt in der englischen Traberzucht des 19. Jahrhunderts, die dem gesteigerten Interesse an eleganten Kutschpferden geschuldet war. Der Pferdetyp des Hackneys entstand durch die Kreuzung von Norfolk Trottern und Yorkshire Trottern sowie die Veredelung mit Arabern und dem Englischen Vollblut. Durch die Gründung der Hackney Horse Society und der Eröffnung eines Stutbuchs für Englische Traber im Jahr 1883 wurde die Zucht vereinheitlicht. Bis heute ist England neben den USA das Hauptzuchtgebiet des Hackney Pferdes. Die Rassebezeichnung geht auf das normannische Wort haquenée für Passgänger oder Zelter zurück.

Das Exterieur – das Hackney Pferd ist ein eleganter Kutschpferdetyp und edles Warmblut

Das Hackney Pferd gilt als einer der edelsten Kutschpferdetypen, präsentiert sich mit allen typischen Merkmalen eines eleganten Warmbluts und erreicht ein Stockmaß von 143 bis 165 Zentimetern. Hackney Ponys werden als Kleinpferde meist nur bis etwa 1,45 Meter groß. Der gerade bis konvexe Kopf ist eher klein und zeichnet sich durch große Augen, ein kleines Maul sowie kleine Ohren aus. Er sitzt auf einem nahezu geraden, schön geformten und langen Hals, der in kräftige Schultern mit niedrigem Widerrist übergeht. Erwünscht sind ein kompaktes Gebäude mit ausreichender großer Gurtentiefe, ein hoch getragener Schweif und eine muskulöse Hinterhand. Das Fundament soll sich mit kurzen Beinen, tief untergreifenden und starken Gelenken sowie gut geformten Hufen zeigen. Hinsichtlich der Fellfarbe sind vor allem Braune in allen Schattierungen, aber auch Rappen und Füchse maßgeblich. Das Fell erscheint äußerst seidig und fein und trägt damit einmal mehr zur eleganten Erscheinung der Rasse bei.

Das Interieur des Hackney Pferdes

Das Hackney Pferd ist sehr lebhaft und temperamentvoll, überzeugt aber auch mit einer ausgeprägten Arbeitswilligkeit und hohen Ausdauer. Seine Nervenstärke und Unerschrockenheit machen ihn ebenso wie sein Selbstbewusstsein und seine Gelehrigkeit zu einem Pferd mit ausgezeichnetem Charakter. Rassetypisch sind außerdem eine große Bewegungsfreude und eine imposante Ausstrahlung.

Zuchtgeschichte und Ursprung des Hackney Pferds

Der Ursprung der Rasse Hackney Pferd geht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als sich auffällige Kutschgespanne in der Bevölkerung Englands immer größerer Beliebtheit erfreuten. Das damit verbundene, gesteigerte Interesse an Kutsch- und Wagenpferden führte zu einer verstärkten Zucht von Trabern, sodass durch die Kreuzung von Rassen wie dem Norfolk Trotter und dem Yorkshire Trotter der Pferdetyp des leichten Hackneys entstand. Dieser war vor allem als Kutsch- und Karosserie-, aber auch als Reitpferd geeignet. Durch die Veredlung mit weiteren Pferderassen wie dem Araber und dem Englischen Vollblut sowie eine strenge Selektion wurden Merkmale wie das elegante Aussehen, das Trabvermögen und die Ausdauer erreicht. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gab es mehrere Initiativen zur Vereinheitlichung der Zucht und zur Initiierung eines Zuchtverbands, die 1883 mit der Gründung der Hackney Horse Society und der Eröffnung eines Stutbuchs für Englische Traber Erfolg haben sollten. Die bis dato noch unterschiedlichen Traberzuchten der Region East Anglia im Osten Englands wurden fortan in eine Rasse gebündelt. Anfangs noch als starkes und ausdauerndes Zugpferd mit kräftiger Hinterhand geschätzt, entwickelte sich das Hackney Pferd immer mehr zu einem repräsentativen Kutschpferd mit hoher Knieaktion. Hierzu trug nicht zuletzt der Umstand bei, dass statt Pferdegespannen immer häufiger die Eisenbahn für längere Reisen genutzt wurde.

Neben dem Hackney Pferd wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts auch das Hackney Pony gezüchtet, vorrangig auf Betrieben von Christopher Wilson. Mit dem Ziel, ein robustes Hackney mit typischen Ponymerkmalen zu züchten, kreuzte er die bereits bestehende Rasse des Hackney Pferds mit Welsh Ponys und Fellponys und erzielte damit, ergänzt durch eine strenge Selektion und robuste Haltung, den bis heute ebenfalls bestehenden Ponytyp. Dieser wird zusammen mit dem Hackney Pferd in einem Stammbuch geführt.

Einsatzmöglichkeiten des Hackney Pferds

Aufgrund seiner Ausdauer und Bewegungsfreude, aber vor allem wegen der hohen Aktion im Trab und der immensen Ausstrahlung wird das Hackney Pferd insbesondere als Fahr- und Showpferd eingesetzt. Es ist bis heute ein als repräsentatives Kutschpferd gezüchteter Traber und erweist sich vor allem in der britischen Showszene als beliebtes Vorführpferd, das für seine ausgeprägte Knieaktion bewundert wird. Zugleich wird die Rasse in England auch immer häufiger als Freizeit- und Springpferd verwendet.

Besonderheiten der Rasse

Als eleganter Kutschpferdetyp zeichnet sich das Hackney Pferd durch einen energischen Vorwärtsdrang und eine hohe Vorderhandaktion mit runder und hoher Knieaktion aus. Korrektheit und Brillanz sind hierbei maßgeblich. Die Aktion ist stets sehr hoch und kommt frei aus der Schulter heraus, zeigt sich jedoch nur wenig raumgreifend. Zugleich soll die Bewegung der Hinterhand ebenso korrekt sein wie die der Vorderhand und sich mit einem enormen Schub präsentieren. Auch im Stand zeigt sich das Hackney Pferd elegant und anmutig mit geraden Vorderbeinen und leicht nach hinten gestreckten Hinterbeinen. Der Kopf mit seinen wachsamen Augen und aufmerksam nach oben gespitzten Ohren wird sehr hoch gehalten.

Zu den Besonderheiten zählt nicht zuletzt das Gangwerk im Trab, das sich durch eine deutliche Schwebephase auszeichnet. Bei jedem Trabschritt scheint es so, als würde eine kleine Pause vorgenommen werden, bei der die Hufe den Boden kaum berührt. Dieser auffallende Trab wurde auch in der Zucht stark betont, sodass die Rasse den normalen Schritt kaum noch beherrscht.

Empfehlenswerte Links mit Informationen rund um das Hackney Pferd

http://www.welt-der-pferde.de/rassen/hackney/
http://www.legadohackney.com.ar/de/furger-originalen-hackney-argentinien-pferd-wagen/
http://hackneysociety.com/

Pferde dieser Rasse

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