Paint Horse

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Paint Horse

Das Paint Horse – die vielseitigen Schecken sind beliebte Western- und Reitpferde

Das Paint Horse ist eine amerikanische Pferderasse, die aus den USA stammt und weltweit verbreitet ist. Das Markenzeichen der bis 160 Zentimeter großen Pferde ist ihre auffällige Scheckung, die sie besonders ansprechend erscheinen lässt und sich mit großflächigen weißen Zeichnungen als Tobiano-, Sabino- oder Overo-Scheckung zeigt. Das Paint Horse hat sich seit dem 18. Jahrhundert aus dem American Quarter Horse heraus als eigenständige Rasse entwickelt und wird seit 1962 von der American Paint Horse Association betreut. Entsprechend der Vorgaben des amerikanischen Zuchtverbandes widmen sich auch in Deutschland mehrere Züchtervereinigungen der Paint Horse-Zucht, die in eigenständigen Teilpopulationen erfolgt. Bekannt ist die Rasse vor allem als Westernpferd, aber auch darüber hinaus lassen sich die umgänglichen und ausgeglichenen Pferde ideal als Familien- und Reitpferd in allen Disziplinen des Freizeitreitens einsetzen. Mit ihrer mittleren Größe, ihrer Rittigkeit und ihrem Leistungswillen sind sie ein perfekter Reitpartner, den Erwachsene und Kinder gleichermaßen schätzen.

Das Paint Horse und sein Exterieur – gescheckte Pferde mit eher quadratischem Gebäude

Das Paint Horse erreicht ein Stockmaß von etwa 148 bis 160 Zentimetern und zeichnet sich durch ein eher quadratisches Gebäude aus. Der kurze und keilförmige Kopf verfügt über eine feste, kleine Maulpartie, große und freundliche Augen sowie starke Ganaschen mit hoher Ganaschenfreiheit. Kennzeichnend sind außerdem fein geformte und kleine Ohren sowie eine breite Stirn. Der Hals zeigt sich mit einer ausreichenden Länge, beweglich und leicht im Genickansatz, während sich der übrige Körper dem Quadrattyp annähert. Die schrägen, langen Schultern gehen in einen kurzen Rücken mit gut ausgeprägtem und nicht zu hohem Widerrist über. Dieser reicht weit in den Rücken hinein. Erwünscht sind nicht zuletzt eine ausreichende Brustbreite, eine lange Kruppe und eine starke Bemuskelung, die vor allem an der Hinterhand ausgeprägt sein soll. Das Fundament soll korrekt und trocken erscheinen und sich durch kurze Röhrbeine, harte Hufen und nicht zu klein geratene Gelenke auszeichnen.

Die Fellfärbung ist beim Paint Horse besonders markant, denn rassetypisch sind die Pferde Schecken in allen Varianten von Mustern der Tobiano- und Overoscheckung sowie deren Mischungen, mit Ausnahme von Albinos, die sich nicht herausbilden. Mitunter kann eine einfarbige Ausbildung des Musters vorkommen, meist treten aber drei verschiedene Zeichnungsvarianten auf. Entsprechend der Ausprägung der weißfarbenen Scheckung wird in Tobiano, Overo und Sabino unterschieden. Möglich sind ebenso Kombinationen der drei Varianten. Typisch für den Tobiano ist eine Scheckung, die am Kopf nur wenig ausgeprägt ist, während die Rückenlinie und die Beine weiß gefärbt sind. Beim Overo geht die Scheckung hingegen vom Bauch aus und führt sich mehr oder weniger stark fort.

Das Interieur – das Paint Horse ist eine umgängliche und gutmütige Rasse

Das Paint Horse ist ein vielseitig einsetzbares Freizeit- und Reitpferd, das mit einem angenehmen Temperament überzeugt. Bemerkenswert sind seine ausgeprägte Nervenstärke und Intelligenz sowie die hohe Umgänglichkeit, Ausdauer und harte Konstitution. Da sich das Paint Horse stets mit einem freundlichen, menschenbezogenen und gutartigen Wesen zeigt, erweist es sich als idealer Reitpartner für viele Disziplinen des Freizeitreitens.

Zuchtgeschichte und Ursprung des Paint Horse

Bei Betrachtung der Zuchtgeschichte fällt schnell ins Auge, dass Paint Horses im Grund genommen American Quarter Horses mit geschecktem Fell sind. Sie gehen in ihrem Zuchtursprung auf diese Rasse zurück und haben sich dann später, etwa ab dem 18. Jahrhundert, aufgrund der besonderen Scheckung als eigenständiger Pferdetyp herausgebildet. Hieraus entwickelte sich eine separate und anerkannte Pferderasse, die zwar ursprünglich auf das Quarter Horse zurückgeht, aber inzwischen von einem eigenen Zuchtverband betreut und unter entsprechend festgelegten Zuchtbestimmungen gezüchtet wird. Folglich entstand das Paint Horse wie das Quarter Horse im Laufe des 18. Jahrhunderts durch die Kreuzung von verschiedenen Pferderassen, die aus Europa importiert beziehungsweise bei der Besiedelung Amerikas aus Europa mitgebracht wurden. Hierzu zählten vor allem Araber, Berber und Andalusier, aber auch das Englische Vollblut und irische Ponys. Durch Selektion, Weiterzucht und Veredelung dieser Rassen entwickelte sich schließlich das Quarter Horse, das auf den amerikanischen Ranchen als Arbeits- und Reitpferd eingesetzt wurde. Im Jahr 1962 wurde der amerikanische Zuchtverband, die American Paint Horse Association (APHA), gegründet, die bis heute für die Zucht der Rasse verantwortlich ist. In Deutschland wird die Rasse unter anderem vom Bayerischen Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialpferderassen e.V. betreut. Außerdem gibt es seit 1983 den Paint Horse Club Germany e.V. (PHCG), eine durch den amerikanischen Zuchtverband anerkannte Regionalvereinigung.

Einsatzmöglichkeiten des Paint Horse

Das Paint Horse ist ein umgängliches Familien-, Freizeit- und Reitpferd, das sich für alle Disziplinen des Reit-, Freizeit- und Fahrsports eignet. Eingesetzt wird es gerne als Westernpferd, aber auch andere Disziplinen wie das Spring- oder Wanderreiten kommen infrage. Damit ist die Rasse ein perfekter Allrounder für Freizeitreiter, die ein Pferd mit umgänglichem Wesen und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten suchen, zumal das Paint Horse beim Reiten einen korrekten, elastischen und taktmäßigen Bewegungsablauf, eine gute Rückentätigkeit und einen wünschenswerten Schub aus der Hinterhand zeigt. Obwohl die Pferde nur eine mittlere Größe von bis zu 160 Zentiemtern erreichen, tragen sie auch erwachsene Reiter mit höherem Gewicht problemlos in jedem Gelände und dies selbst bei einem noch zusätzlichen, schweren Sattel. Dabei zeigen sie sich ebenso robust wie trittsicher und wendig.

Besonderheiten rund um das Paint Horse – die Zuchtmethode und Pferdehaltung

Um das Zuchtziel zu erreichen, wird das Paint Horse mit der Methode der Reinzucht gezüchtet, wobei das Zuchtbuch offen für andere Pferderassen ist, die durch Hinzunahme zur Erreichung des Zuchtziels beitragen können. Ein eingetragenes Paint Horse ist stets ein Fohlen, das aus der Anpaarung von zwei Paint Horses hervorgegangen ist oder ein Nachkomme von zuvor eingetragenen Zuchtstuten und -hengsten der zugelassenen Pferderassen. In der Zuchtbescheinigung ist bei den Veredlern, die für die Rasse Paint Horse gekört wurden, ein entsprechender Vermerk zu finden. Zur Einkreuzung und Veredlung zugelassen sind lediglich das Quarter Horse und das Englische Vollblut. Fohlen, die in ihrer Abstammung lediglich auf zwei Veredlerrassen zurückgehen, werden nicht anerkannt.

Da das Paint Horse eine robuste und genügsame Rasse ist, können die Pferde problemlos das ganze Jahr über in einem Offenstall auf der freien Weide gehalten werden. Damit stellt ihre Haltung keine besonderen Anforderungen.

Empfehlenswerte Links mit weiterführenden Informationen zum Paint Horse

http://www.phcg.de/
http://www.kleinpferde-und-spezialpferderassen.de/zucht/rassen.html
http://www.pha.at/

Pferde dieser Rasse