Welsh-D

Beschreibung der Welsh-D Pferde

Der Welsh-Cob ist der Typ D der in vier verschiedenen Sektionen gezüchteten Welsh Ponys und vereint eine außerordentliche Robustheit und Kraft mit reichlich Adel und einem edlen, imposant wirkenden Äußeren. Der muskulös gebaute Cob-Typ präsentiert sich mit einem Stockmaß von mindestens 137 Zentimetern und mit Ausnahme von Schecken in allen Fellfarben. Als vielseitig begabtes und umgängliches Freizeitpony zum Reiten und Fahren ist er heute nicht nur in seiner britischen Heimat, in den walisischen Bergen Englands, sondern weltweit sehr beliebt. Welsh Ponys und Cobs sind alte walisische Pferderassen mit keltischem Ursprung und werden seit 1931 zur besseren Zuchtsystematik in vier Sektionen unterteilt sowie seit 1960 mit geschlossenem Stutbuch in Reinzucht gezüchtet.

Exterieur

Der Welsh-Cob präsentiert sich mit einem muskulösen, sehr kräftigen Körperbau, der sein Erscheinungsbild äußerst imposant wirken lässt. Entsprechend des Zuchtziels ist ein Stockmaß von mindestens 137 Zentimetern vorgesehen. Im Durchschnitt werden die Ponys aber durchaus 1,45 bis 1,55 Meter groß. Der ausdrucksvolle, edle Kopf besticht mit seinem typischen Pony-Charakter und verfügt über eine breite Stirn, lebhafte und große Augen sowie weite Nüstern und gut positionierte Ohren. Eine Ramsnase ist ebenso unerwünscht wie eine zu geringe Ganaschenfreiheit. Der Hals zeigt sich ausreichend lang, gut angesetzt und mit einem leichten Genick. Ebenso harmonisch geformt ist auch der stark bemuskelte Körper mit einem deutlich geschwungenen Rücken, schrägen und langen Schultern sowie einer breiten Brust.

Charakteristisch sind beim Welsh-Cob außerdem die melonenförmige Kruppe einschließlich guter Behosung, der schön getragene und gut angesetzte Schweif, eine aufgerichtete Haltung und die große Gurtentiefe. Das Fundament ist trocken, besonders kräftig und zeichnet sich durch ovale, kurze Röhren, starke Gelenke, mittellange Fesseln und runde, gut geformte Hufen aus. Erwünscht ist darüber hinaus ein Kötenbehang mit seidigem Langhaar. Hinsichtlich der Fellfärbung sind sämtliche Farben mit Ausnahme von Schecken erlaubt.

Hinsichtlich der Fellfarbe kommen beim Tuigpaard überwiegend Füchse vor, die sich durch weiße Beine und Blesse auszeichnen. Daneben können die Pferde auch Rappen, Braune und Schecken sowie in seltenen Fällen Schimmel sein.

Interieur

Mit seiner hohen Leistungsbereitschaft und seinem gutmütigen Wesen ist der Welsh-Cob ein ideales Freizeitpferd für die Familie, insbesondere als Erwachsenen- und Fahrpferd. Er zeigt sich sowohl im Umgang als auch in der Haltung sehr anspruchslos und überzeugt mit Vielseitigkeit, Mut und einer großen Ausdauer.

Zuchtgeschichte des Welsh-D Pferdes

Der Welsh-Cob wird seit über 800 Jahren gezüchtet und geht in seinem Ursprung auf die robusten Ponys zurück, die bereits zur Keltenzeit im walisischen Bergland beheimatet waren. Heute als Welsh Ponys und Cobs bekannt, waren die kleinen, ausdauernden und leichtfuttrigen Pferde bei den Kelten vielfach eingesetzte Trag- und Zugponys für ihre Züge durch ganz Europa. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich eine fortschreitende Zucht der walisischen Pferderassen, die auch durch die Einkreuzung von Berbern und arabischen Vollblütern beeinflusst wurden.

Zugleich lebte ein Großteil der Welsh Ponys in freier Wildbahn in den Bergen Wales und wurde so auch durch das Dekret Henrys VII, das eine Tötung kleiner Ponys unter 148 Zentimetern vorsah, nicht beeinträchtigt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Zucht einen deutlichen Fortschritt, denn 1901 gründete sich die Welsh Pony and Cob Society als eigenständiger Zuchtverband. Bereits ein Jahr später wurde das erste Stutbuch mit rund 200 eingetragenen Tieren veröffentlicht. Seit 1931 werden die Ponys und Cobs in die bis heute bestehenden vier Sektionen eingeteilt und seit 1960 im Zuge der Schließung des Stutbuchs in Reinzucht ohne Fremdbluteinfluss gezüchtet.

Empfehlenswerte Links

www.ig-welsh.de
www.pferd-aktuell.de
Zuchtprogramm für die Rasse des Welsh Ponys

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