Zweibrücker

Beschreibung der Zweibrücker Pferde

Der Zweibrücker präsentiert sich als großliniges Warmblut im Typ des Deutschen Reitpferds. Zweibrücker werden seit mehr als 250 Jahren vornehmlich in Rheinland-Pfalz und im Saarland gezüchtet. Maßgeblich für die Zucht ist das Landgestüt Zweibrücken. Dieses hat mit seiner Gründung im Jahr 1755 den Grundstein für die Entwicklung der edlen Rasse gelegt. Ursprünglich wurden Zweibrücker als leistungsfähige Kavallerie- und Arbeitspferde gezüchtet. Heute erfreuen sie sich als vielseitig einsetzbare Sport- und Reitpferde großer Beliebtheit. In der Dressur, im Springen und auch beim Freizeitreiten findet man Vertreter der Rasse. Neben ihrem großrahmigen, korrekten Exterieur. Überzeugen die Warmblüter mit ihrem umgänglichen Wesen, das sie zu einem verlässlichen Reitpartner macht.

Exterieur

Zweibrücker Pferde sollen im Alter von drei Jahren ein Stockmaß von 160 bis 170 Zentimetern vorweisen und als sportives, großliniges Reitpferd erscheinen. Das edle, korrekt gebaute Warmblut zeichnet sich durch einen ausgeprägten Geschlechtstyp aus und präsentiert sich durchaus mit unterschiedlichem Kaliber. Erwünscht sind ein trockener, ausdrucksvoller Kopf mit genügend Ganaschenfreiheit. Und große, wache Augen sowie eine deutlich ausgeprägte Maulspalte.

Der Hals sollte zum Genick hin verjüngend geformt sein und durch eine gute Bemuskelung überzeugen. Markant sind zudem eine schräg gelagerte und lange Schulter. Sowie der auffällige Widerrist, der weit bis in den Rücken hineinreicht. Darüber hinaus sollen sich Zweibrücker als großrahmige Pferde mit einer leicht geschwungenen, großzügigen Oberlinie, einer gut bemuskelten Lende und einer leicht geneigten, muskulösen Kruppe zeigen. Das Fundament weist entsprechend des Zuchtziels eine korrekte Gliedmaßenstellung, harte und korrekte Hufen, sowie kräftig ausgeprägte, trockene und markante Gelenke auf. Mit Blick auf die Fellfärbung kommen sämtliche Farben und Schattierungen vor.

Interieur

Der Zweibrücker ist ein freundliches und umgängliches Reitpferd. Welches sich mit Einsatzfreude und Nervenstärke als verlässlicher Partner erweist. Als leistungsbereites und rittiges Pferd ist es vielseitig veranlagt. Zweibrücker sind sowohl in den Disziplinen Springen, Dressur und Vielseitigkeit vertreten, als auch im Fahren. Das Verhalten der Pferde lässt stets einen guten Charakter, eine hohe Intelligenz und ein ausgeglichenes Temperament erkennen.

Zuchtgeschichte des Zweibrücker Pferdes

Die Zuchtgeschichte reicht über 250 Jahre zurück und ist eng mit dem Bestehen des Landgestüts Zweibrücken verbunden. Im Jahr 1755 war es Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken, der mit der Gründung des Gestüts den Weg in eine geordnete Zucht von edlen Warmblütern ebnete. Das ursprüngliche Zuchtgebiet liegt im heutigen Saarland und der Rheinland-Pfalz. Ausgehend von den heimischen Warmblütern, die in ihrer Abstammung durch das Englische Vollblut und den Araber geprägt waren, entwickelten sich leistungsstarke Reitpferde für die Kavallerie.

Diese beeinflussten gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Trakehner-Zucht, wurden ab Beginn des 19. Jahrhunderts aber vermehrt mit anglo-normannischen Hengsten gekreuzt, um eine Neuausrichtung der Zucht hin zu einem leistungsfähigen Arbeitspferd für die Landwirtschaft zu erreichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg vollzog sich schließlich ein Prozess der zunehmenden Umzüchtung der Zweibrücker Pferde zu einem modernen Reitpferd. Einhergehend mit dem Einsatz von Trakehnern und später mit der Einkreuzung von Hannoveranern. Die für das Springen gezüchteten Zweibrücker Pferde sind hingegen besonders durch den Holsteiner geprägt. Bis heute ist das Zuchtbuch offen, so dass die Veredlung mit einer Reihe von zulässigen Rassen möglich ist.

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Empfehlenswerte Links

www.pferdezucht-rps.de
Landgestüt Zweibrücken

 

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