Reitbeteiligung: Worauf sollte man achten?

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Das eigene Pferd – diesen Traum haben viele, nur wenige können ihn sich erfüllen. Die Alternative: eine Reitbeteiligung. Was gilt es hierbei zu beachten?

Wie teuer sind Reitbeteiligungen?

Die Kosten variieren zwischen 50 EUR und 100 EUR monatlich, je nach Region, Ausbildungsstand von Pferd und Reitbeteiligung sowie weiterer Aspekte, wie zum Beispiel

  • Anzahl der Reittage pro Woche
  • Preis für den Reitstall, in dem das Pferd steht
  • Anteil der übernommenen Stallarbeit
  • Turnierteilnahme der Reitbeteiligung

Das gut ausgebildete Turnierpferd ist für Reitbeteiligungen teurer als ein Freizeitpferd, das ausschließlich im Gelände geritten wird.

Es empfiehlt sich für beide Seiten, einen Reitbeteiligungsvertrag über Kosten, vereinbarte Wochentage, Vertragslaufzeit, etc. aufzusetzen.reitbeteiligung

Versicherung für die Reitbeteiligung?

Jeder, der ein eigenes Reitpferd hält, weiß, dass die damit verbundenen Risiken entsprechend versichert werden müssen. Das Unfallrisiko im Pferdesport ist ausgesprochen hoch, hat man es doch mit einem lebendigen Sportpartner zu tun. Eine private Unfallversicherung ist daher für jeden Reiter sehr zu empfehlen.

Verursacht das privat gehaltene Pferd einen Schaden, wird die Haftungsfrage gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB, § 833, Satz 1) geregelt. Danach ist der Halter eines Tieres zum Schadenersatz verpflichtet, wenn durch sein Tier ein Schaden angerichtet wird (Gefährdungshaftung). Im Klartext heißt das, dass der Tierhalter für Schäden, die sein Pferd verursacht, auch ohne sein Verschulden haftet.

Eine Pferdehalterhaftpflicht-Versicherung sichert dieses Risiko ab.

Für Pferdebesitzer, die andere Reiter in den Sattel ihres Pferdes lassen, ist es wichtig, dass auch Fremdreiter in der Haftpflicht mitversichert sind.

Neben dem Halter sollte auch der sogenannte Fremd- / Gastreiter in den Versicherungsschutz eingeschlossen sein. Der Versicherungsschutz kann auch auf eine Reitbeteiligung erweitert werden, wenn diese bei der Versicherung angemeldet bzw. namentlich benannt wird.

Einige Gesellschaften bieten an, dass sowohl Fremd- / Gastreiter, als auch eine Reitbeteiligung, eigene Haftpflichtansprüche gegenüber dem Tierhalter von der Pferdehalterhaftpflicht-Versicherung ersetzt bekommen.

Selbstverständlich besteht auch Versicherungsschutz für Haftpflichtansprüche Dritter, für die der Gastreiter oder die Reitbeteiligung verantwortlich gemacht werden.

Viele Pferdehalter, die ihre Pferde in Form einer Beteiligung zur Verfügung stellen, lassen ihre Reitbeteiligungen ein Formular unterschreiben, das besagt, dass der Reiter die Haftung des Tierhalters für Haftpflichtansprüche übernimmt. Entsprechende Haftungsvereinbarungen sind für den Geschädigten allerdings nicht bindend, so dass sie letztlich nicht viel bringen. Eine Haftungsfreistellung ist im Innenverhältnis zwischen Pferdehalter und Reitbeteiligung grundsätzlich zulässig. Bei Personenschäden, die zumeist hohe Kosten hervorrufen, wird die Krankenversicherung regelmäßig Regress gegen den Tierhalter nehmen.

Der eventuell zwischen Tierhalter und Reitbeteiligung abgeschlossene vertragliche Haftungsausschluss ist für die Krankenkasse nicht bindend und der Tierhalter wird dann trotzdem für den Schaden zur Kasse gebeten.

Mit dem Abschluss einer Pferdehalterhaftpflicht-Versicherung, deren Deckung das Fremd- / Gastreiterrisiko und die Reitbeteiligung umfasst, ist der Tierhalter vor solch unliebsamen Überraschungen sicher.

Noch nicht versichert?

 

Ulrike Seim

Ulrike Seim

Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.
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