Reiturlaub in Skandinavien: Hier ist es besonders schön!

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Pferdefreunde kennen es und für Pferdebesitzer ist es sogar eine Selbstverständlichkeit: Urlaub ohne Hufgeklapper und Stallgeruch ist kein Urlaub. Auch auf Reisen wünschen sich Reiter und Reiterinnen die Nähe zu Pferden. Ganz gleich, ob mit dem eigenen oder auch mit dem Pferd eines Urlaubsanbieters lassen sich Ferien erst bei Ausritten so richtig genießen. Wer gerne außerhalb von Deutschland verreisen will, sollte sich Skandinavien näher ansehen.

Dänemark auf Hufen erleben

Dänemark ist von Deutschland aus sehr einfach zu erreichen. Vor allem für Urlauber, die ihr eigenes Pferd mitnehmen möchten, bietet sich dieses Reiseland daher ganz besonders an. Lediglich die Grenze bei Flensburg gilt es zu überwinden und dann eröffnet sich dem Reiter ein großes Land, in dem es vielerorts perfekte Möglichkeiten zum Ausreiten gibt. Die Anreise mit dem eigenen Pferd nach Dänemark sollte selbstverständlich gut vorbereitet werden. Das Tier benötigt einen Pass und eine Gesundheitsbescheinigung, um die Grenze passieren zu dürfen. Wer nicht im Norden Deutschlands wohnt und eine entsprechend längere Anfahrt vor sich hat, sollte außerdem auch eine umfangreiche Packliste führen, um nichts zu vergessen und das Pferd während der Fahrt gut versorgen zu können.

Auf der Insel Rømø sind Reiter stets willkommen. (Quelle: WolfgangBantz (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

In Dänemark selbst gibt es einige Orte, die unter Reitern äußerst beliebt sind. Die Insel Rømø beispielsweise hält mit ihrer unberührten Natur fast schon magische Erlebnisse bereit. Vor allem der riesige Sandstrand lädt zu ausgedehnten Reitausflügen ein. Rømø ist vom dänischen Festland aus über einen kostenfrei nutzbaren Damm erreichbar, was die Anreise mit Pferd deutlich erleichtert. Auf der Insel selbst gibt es jedoch auch einen Reiterhof, der geführte Ausritte und Reiterferien anbietet. Die Regeln zum Reiten in Dänemark, wie sie dansk.de beschreibt, gelten selbstverständlich auch auf der Insel.

Weitere vielversprechende Destinationen für Reiturlauber in Dänemark sind die Regionen Westjütland, Nordjütland und die Ostseeküste. Auf der Ostseite des Landes gibt es außerdem auch viele Inseln, die sich ebenfalls gut zu Pferde erkunden lassen. Was die Unterkunft betrifft, könnten für Pferdebesitzer auch Ferienwohnungen oder Ferienhäuser mit Mietboxen und Stallanbindung interessant sein.

Auch in Schweden ist Reiten ein Erlebnis

Etwas länger fällt die Anreise aus, wenn Schweden das Ziel ist. Hier müssen Reiter abwägen, ob sie ihrem Pferd die lange Fahrt und unter Umständen auch den Transport auf der Fähre zumuten wollen. In jedem Fall ist es wichtig, dass das Tier die gesamte Zeit über bestens versorgt ist und sich nach der Ankunft am Reiseziel ausgiebig vom Reisestress erholen kann.

Lapplands Natur ist ein Paradies für Reiturlauber. (Quelle: gustavmelin0 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Ein Geheimtipp für Reiter in Schweden ist die historische Provinz Lappland ganz im Norden. Diese Region wird nicht umsonst als „europäisches Alaska“ bezeichnet, denn hier sind die landschaftlichen Besonderheiten ganz ähnlich wie in Nordamerika. Hohe Berge, tosende Flüsse und dichte Wälder bestimmen das Gesamtbild und machen einen Reiturlaub zum ursprünglichen Naturerlebnis. Urlauber sollten jedoch wissen, dass es in Lappland selbst im Sommer nicht besonders heiß wird. Sogar im Mai kann es noch schneien. Je nach Anreisezeitpunkt ist eine entsprechende Winterausrüstung daher das A und O, um den Urlaub in vollen Zügen genießen zu können.

Doch auch Südschweden gehört zu den beliebtesten Reiter-Regionen des Landes. Auch hier gibt es zahlreiche Waldgebiete, große Seen wie den Åsnen und malerische Flusslandschaften. Wer in Südschweden ausreitet und sich von den großen Städten entfernt, befindet sich schon nach kürzester Zeit in eine nahezu unberührten Umgebung, in der lediglich Naturgeräusche zu hören sind.

Die Anreise nach Schweden mit Pferd ist genau wie auch in Dänemark mit Vorbereitungsmaßnahmen verbunden. Ein Pass sowie das Gesundheitszeugnis sind unabdingbar, um keine Schwierigkeiten bei der Einreise zu bekommen. Bei langen Anreisen von mehr als acht Stunden kann es außerdem auch sinnvoll sein, einen Transportplan zu erstellen. Dieser wird in Schweden zwar nur benötigt, wenn es sich um einen Handels-Transport handelt, er kann jedoch auch dem Pferdebesitzer bei der Durchführung der Reise helfen. Weitere Informationen über Schweden als Reise- und Reitland finden Interessierte bei elchburger.de.

Sonderfall Island: Eigentlich kein Skandinavier

Wer sich alleine an den geografischen Vorgaben orientiert, wird feststellen, dass Island im Grunde nicht zur Skandinavischen Halbinsel gehört. Viele Reisende jedoch zählen den Inselstaat dennoch zu den skandinavischen Ländern, denn die ursprüngliche Landschaft ähnelt den nördlichen Regionen Norwegens, Finnlands oder auch Schwedens sehr.

In Island kann nur auf einheimischen Pferden geritten werden. (Quelle: Kamracik  (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Ein Reiturlaub in Island ist für viele Pferdefreunde der Lebenstraum schlechthin. Lediglich auf das eigene Pferd muss hierbei stets verzichtet werden, denn die Einfuhr ist seit vielen Jahren verboten. Sogar Islandpferde, die von der Insel aus in andere Länder reisen, dürfen nicht mehr zurückkehren. Reiturlaub in Island ist also nur mit Pferden möglich, die auf der Insel leben. Die sturköpfigen Islandponys aber haben es durchaus in sich und sind nicht mit jenen zu vergleichen, die in anderen Ländern leben. Eine kleine Beschreibung der Rasse gibt es unter pferde-im-blick.de. Gute Reitkenntnisse sind daher von Vorteil, wenn lange und anspruchsvolle Ausritte geplant werden sollen.

Die Vielfalt Islands kann sich jedoch sehen lassen. Ausritte in das Hochland, vorbei an riesigen Wasserfällen, dem See Mývatn oder auch entlang der Westfjorde versprechen imposante Naturschauspiele, die Reiturlauber so schnell nicht mehr vergessen werden. Da sich Island vor Pferdekrankheiten schützen will, müssen beim Packen der Ausrüstung einige Punkte berücksichtigt werden. Reitbekleidung darf nur dann eingeführt werden, wenn diese vorab gründlich gewaschen oder gar desinfiziert wurde. Es lohnt sich, genauere Informationen hierzu rechtzeitig vor der Anreise zu erfragen.