Mit dem Pferd umziehen
Advertorial

Natürlich kann es immer wieder dazu kommen, dass man als Pferdebesitzer den Stall wechseln muss. Manchmal steht ein Stallwechsel an, weil in einer anderen Stadt ein neuer Job wartet oder man hat sich mit den Stallbesitzern nicht mehr gut verstanden. Vielleicht passt die Haltungsform auf dem bisherigen Hof nicht mehr zu den neu entstandenen Anforderungen? Dann bleibt vielen Pferdehaltern keine andere Option als sich ein neues Zuhause für das Pferd zu suchen. Bist du schon einmal mit deinem Pferd umgezogen oder ist bei dir ein Stallwechsel in der nächsten Zeit geplant? Wir haben die wichtigsten Tipps für einen stressfreien Umzug deines Tieres zusammen getragen. So werdet ihr ganz sicher gut im neuen Stall ankommen und euch dort schnell wohl fühlen!

Überleg dir: Wer will in einen anderen Stall ziehen?

Wenn du dich dazu entschließt, nach einer neuen Heimat für dein Pferd zu suchen, musst du dir darüber im Klaren sein, dass die Entscheidung sehr weitreichend ist. Ganz bestimmt ist in einigen Situationen ein Umzug des Pferdes unumgänglich. Ist die Gesundheit deines Pferdes gefährdet oder ziehst du selbst in eine weiter entfernte Stadt? Logisch, dann packt auch dein Pferd seine sieben Sachen. Oder gibt es viele Lästereien und Zickenkrieg auf dem jetzigen Hof? Und dein Pferd hat hier aber beispielsweise eine tolle Laufbox, täglichen Weidegang und fühlt sich in seiner Herde sehr wohl?

Wenn das der Fall ist, solltest du deinen Entschluss nochmal überdenken. Mit einem neuen Stall muss sich das Tier wieder an eine neue Herde gewöhnen und auch anderes Futter oder fremde Menschen bringen es aus seinem bisherigen Alltag. Pferde leben nach festen Strukturen, da sie als Fluchttiere sich nur mit Gewohnheiten sicher fühlen und Vertrauen gewinnen.

Den Umzug mit Pferd richtig planen

Wenn der Entschluss des Stallwechsels gefallen ist und du eine neue, passende Bleibe für dein Pferd gefunden hast, steht die genaue Organisation des Umzugs an. Insbesondere wenn der Stallwechsel über eine größere Entfernung erfolgt, planst du am Besten weit im Voraus, damit alles reibungslos ablaufen kann. Natürlich musst du dann auch schon in deinem bisherigen Stall den Einstellvertrag fristgerecht gekündigt haben, nachdem du den zukünftigen unterschrieben hast. Außerdem solltest du dann mit beiden Hofbesitzern klären, an welchem Tag euer Umzug stattfinden soll. Wenn der Tag für den Stallwechsel feststeht, kannst du auch alles weitere klären. Hast du selbst keinen Anhängerführerschein, Pferdeanhänger und Zugfahrzeug? Dann frag eine Vertrauensperson, ob Sie Zeit und Lust hat, dich zu unterstützen.

Beim Stallwechsel alle Sachen einpacken

Und dann folgt die größte Aufgabe: das Packen. Typischerweise haben Pferdebesitzer Unmengen an Zubehör, das mit in den neuen Stall ziehen muss. Überleg dir direkt, welche Sachen du in der Zwischenzeit nicht mehr für dein Pferd brauchst und welche in jeden Fall bis zum letzten Tag vor dem Stallwechsel noch im Einsatz sind. Verstaue alles in Kisten und frag im neuen Stall an, ob du bereits ein paar Dinge vorbeibringen kannst. So kannst du dich am Tag des Auszuges voll und ganz auf dein Pferd konzentrieren.

Wenn für dein Pferd in dem neuen Stall eine Futterumstellung vorgesehen ist, kannst du optimalerweise eine Portion des bisherigen Futter mitnehmen und dein Pferd langsam umgewöhnen. Manche Pferde haben einen empfindlichen Magen und können bei dem Wechsel des Futters, insbesondere bei der Umstellung von Heu auf Silage, schnell mit Bauchschmerzen oder einer Kolik reagieren. Mit der langsamen Gewöhnung an das neue Futter können die Pferdebesitzer solche Zwischenfälle vermeiden.

Der Tag der Tage ist gekommen…Stallwechsel, marsch!

Die Zeit vergeht dann ja meistens viel schneller, als man erwartet und dann ist es auch schon soweit: Der Hänger wird angehängt, die restlichen Sachen im Auto verstaut und das Pferd für die Fahrt im Anhänger vorbereitet. Auch wenn du selbst das Gespann fährst, fragst du am besten eine Freundin oder jemanden aus der Familie, der dich begleitet und beim Auszug unterstützt.

Plane in jedem Fall ausreichend Zeit ein, um nicht in Stress zu verfallen. Pferde sind hierbei oft sehr anfällig, sodass sich eine hektische Stimmung auf die Tiere überträgt. Pack zuerst an eurem alten Stall alle restlichen Sachen ins Auto, bevor du dein Pferd auf den Hänger lädst, damit es nicht zu lange warten muss. Stell im Anhänger Einstreu und ein Heunetz zur Verfügung, dann langweilt sich dein vierbeiniger Freund während der Fahrt nicht. Wenn dein Pferd sehr stressanfällig ist, kannst du gerne Bachblüten aus der Apotheke besorgen. Sie sind ein natürliches Beruhigungsmittel, die keine immensen Auswirkungen auf den Organismus haben.
Sobald alles verstaut und dein Pferd sicher verladen ist, kann es losgehen! Verabschiede dich von den alten Stallbesitzern und anderen Einstellern und auf geht es in das neue Zuhause deines Pferdes.

Im neuen Stall

Die Fahrt ist problemlos verlaufen und ihr seid heil im neuen Stall angekommen? Super! Aber jetzt kommt der wirklich spannende Teil. Wie kommt dein Pferd auf dem neuen Hof zurecht? Am besten bringst du es zunächst in eine Box oder auf eine angrenzende Koppel, damit es alles begutachten kann und eventuell schon aus der Ferne seine zukünftige Herde kennen lernt. In einer Offenstallherde sollten die Pferd in der ersten Zeit nicht unbeobachtet sein, damit es nicht zu größeren Rangordnungskämpfen kommt. Vielleicht kannst du zunächst ein oder zwei Pferde aus der neuen Herde mit deinem Pferd zusammen stellen, damit sich die Kleingruppe bereits beschnuppern kann. Bereitet separate Futterhaufen vor, denn so können die Pferde bereits gemeinsam fressen.
Versuche jegliche Situationen, die zwischen den Pferden zu unnötigem Streit führen können zu vermeiden. Natürlich sind die Rangordnungskämpfe unumgänglich, da die Pferde nur so ein ruhiges Herdenleben führen können. Im Ernstfall solltet ihr die Pferde aber trennen, bevor ernsthafte Verletzungen entstehen und eines oder mehrere Pferde dem Tierarzt vorgestellt werden müssen.
Nachdem ihr umgezogen seid, solltest du erst einmal eine kleine Trainingspause einplanen. Schließlich wollt ihr beide alles in Ruhe kennenlernen und mit zu vielen neuen Eindrücken kannst du dein Pferd schnell überfordern. Plane zunächst einige Einheiten mit Bodenarbeit ein und zeige deinem Pferd den Longierzirkel und die Reithalle. Danach könnt ihr nach und nach das umliegende Gelände am Stall erkunden und mit anderen Pferden ausreiten gehen.

Möchtest du dein Pferd rundum absichern, damit bei einem Stallwechsel oder anderen Ausnahmesituationen nichts passieren kann? Dann lass dir jetzt die wichtigsten Informationen direkt auf euch zugeschnitten zuschicken!

Ulrike Seim

Ulrike Seim

Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.
Ulrike Seim

Letzte Artikel von Ulrike Seim