Vollblüter

Früher legten Nomaden mit diesen Pferden lange Strecken in Wüstenlandschaften zurück. Heute sind die gezüchteten Vollblüter für ihre Ausdauer bekannt und auf Rennbahnen und Distanzritten zu bewundern. Neben dem Warmblut und dem Kaltblut gibt es Vollblüter. Ein Pferd wird als Vollblut bezeichnet, wenn der Stammbaum lückenlos auf einen Araber zurückgeht. Den Grundstein der Vollblutrassen sind das Englische Vollblut, der Anglo-Araber und der Vollblutaraber. Daraus entstanden bis heute rund 15 Vollblutrassen. Zu den Pferderassen gehören unter anderem:

Das Aussehen eines Vollblüters

Englisches Vollblut

Ein Vollblut wird auch Aristokrat unter den Pferden genannt – schließlich strahlt es pure Eleganz aus. Sie sind langlinieg und schmal gebaut. Der Kopf ist schmal und zierlich, wobei einige arabische Vollblutrassen einen „Hechtkopf“ haben. Dabei ist der Nasenrücken nach innen gewölbt. Einige Rassen haben ein niedrigeres Stockmaß als Kalt- oder Warmblüter, jedoch können Vollblüter sehr gut erwachsene Reiter tragen. Das Erscheinungsbild zeugt von der Sportlichkeit und wie gut die muskulösen Pferde für Rennen geeignet sind.

Charakter der Vollblutpferde

Ein Vollblut ist bekannt für seine Leistungsbereitschaft und der enormen Ausdauer. Sie haben eine starke Bindung zum Menschen und ein sensibles Wesen. In stressigen oder unbekannten Situationen können die Pferde aufgeregt und nervös werden. Aufgrund ihres Wesens ist eine Rasse der Vollblüter besser für erfahrene Reiter geeignet. Sie können sich auf den sensiblen, feinen Charakter einstellen und in besonderen Situationen die Ruhe bewahren.

Ein Vollblut – verlässliches Tier unter Rennpferden

Besonders oft sieht man auf den Rennbahnen der Welt die Englischen Vollblüter. Besonders für Galopprennen werden die Rennpferde eingesetzt und können Höchstleistungen abliefern. Ein Englisches Vollblut muss dabei schon in jungen Jahren, oft mit drei Jahren schon Rennen laufen. Die Pferde sind oft überfordert und die Züchter und Besitzer verlangen zu viel von den Tieren ab. Deswegen sind die Pferde schon um sportlichen Ruhestand, bevor sie zehn Jahre alt werden.

Die Zucht von Vollblutrassen

Die Zuchtgeschichte des Vollblutarabers lässt sich bis zu 1500 Jahre nachverfolgen. Die Vorfahren der heutigen Vollblutrassen stammten aus dem Orient und waren wichtige Begleiter der Nomaden.

Um heute direkt erkennen zu können, wo ein Vollblut in die Zucht eingekreuzt wurde, werden sie mit Buchstabenkürzel versehen. Das Kürzel xx wird beim Englischen Vollblut vermerkt, bei dem Vollblutaraber ox und für den Anglo Araber das Kürzel x.

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