Wenn der Wunschzettel in Erfüllung geht – Das erste eigene Pferd!

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Der ein oder andere hat sich doch bestimmt schon mal als kleines Kind ein Pony oder ein Pferd zu Weihnachten oder zum Geburtstag gewünscht. Doch nie wurde dieser Wunsch wahr.
Vielleicht hat der Weihnachtsmann einfach keine Ponys mehr gehabt? Doch nun ist es so weit. Der Wunsch des eigenen Ponys oder Pferdes geht in Erfüllung!

Doch was jetzt? Jetzt hat man ein Pferd, aber wie geht es weiter?

Man muss sich ja doch um so viel kümmern, welches man als RB (Reitbeteiligung) alles gar nicht mitbekommen hat, da es alles im Hintergrund passierte.

Fangen wir mal an mit der Unterkunft. Gut, das ist ja schon mal sicher. Mein erstes eigenes Pferd steht in dem Stall meines Vertrauens. Die Leute sind super nett und helfen mir am Anfang bestimmt, oder auch nicht?

Wer zahlt die Stall Miete? Zum Glück unterstützen Mama und Papa mich noch, doch wenn ich mir die Preise so anschaue, sind das Preise die doch kein Mensch zahlen kann. Zu mindestens ich nicht mit meinem minimalen Taschengeld.

Na ja, fürs erste ist es OK. Doch ich brauche noch Equipment, damit ich mein erstes eigenes Pferd auch reiten kann oder gar aus der Box auf die Weide führen kann. Gut, da reichen ja vielleicht erstmal die alten Sachen, die ich für meine RB mal gekauft habe. Nun geht es weiter. Mal überlegen. Mein Pferd kann schlafen, kann geritten werden, FUTTER!!

Was für ein Futter ist denn am besten? Reichen die Pellets aus dem Stall oder soll ich eigenes kaufen? Müsli wäre doch toll, das riecht so gut, nur wie erkläre ich das nur bloß meinen Eltern, die zahlen doch schon so viel für mich (Vielleicht doch nicht mein eigenes Pferd?)? – Leckerlies brauche ich ja auch noch. Eventuell auch noch einen hübschen Salz Leckstein, damit sich mein erstes eigenes Pferd nicht langweilt, wenn ich mal nicht da bin?

So, was kommt denn noch alles?

Hufeisen wären doch auch eine gute Idee, die klappern immer so schön auf dem Steinboden, aber wie viel kosten die Dinger denn? Sind die wirklich notwendig? – Und wann muss der Tierarzt immer kommen? Gibt es sogenannte „Kontrollbesuche“, so wie bei uns mit dem Zahnarzt? Was ist, wenn ich da mal keine Zeit habe?

Was haben wir denn noch? Unterricht, wie mache ich das nur? Bleibe ich in dem Schulbetrieb? Nein… ich will ja bald Turniere reiten und mehr erreichen. Gibt es hier gute Lehrer? Wie teuer ist so eine Stunde bei denen und wie oft in der Woche kann ich trainieren. Was ist gut für mein Pferd? Schließlich möchte ich ja nur das beste, dass er mein Freund wird und nicht mein Sportgerät. Womit fange ich an? Erstmal mit Dressur? Oder dem Pferd gleich zeigen, wo der Hase läuft und springen?

Ach man, so leicht, wie man sich das als Kind alles vorgestellt hat mit einem eigenen Pferd oder Pony ist das alles doch nicht.

Zum Glück kann ich am Anfang auf meine Eltern zählen und zum Glück habe ich im Stall die besten und nettesten Leute. 

Die werden mir bestimmt helfen und viele Tipps und Tricks zeigen. So wird es meinem ersten eigenen Pferd auch bestimmt gut gehen.

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Doch was ist, wenn das alles nicht so ist? Man kauft sich ein Pferd und hat kaum darüber nachgedacht, so als kleine Schnapsidee?

Ein Pferd, ein einziges Lebewesen, kann echt viel Aufwand betreiben, deshalb, überlegt es euch gut und zwei- oder dreimal, ob ihr wirklich schon bereit für ein erstes eigenes Pferd seid.

Das Pferd möchte sich ja schließlich wohlfühlen und ihr möchtet, dass es eurem besten Freund gut geht.

Man muss kein eigenes Pferd haben, um glücklich und erfolgreich zu sein. Ich zum Beispiel habe auch kein eigenes Pferd, liebe und Pflege es aber wie meines. Bin auch erfolgreicher auf den Turnieren unterwegs und einfach nur glücklich – Ja, ich habe mir damals als kleines Mädchen auch ein Pony zu Weihnachten gewünscht.