… wie eine Kolik in einem Jahr Reitpause enden kann

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Kolik
Advertorial

Die Kolik gehört mit zu den häufigsten Erkrankungen bei Pferden. Und ist auch einer der größten Albträume von uns Pferdebesitzern. Wie schnell eine Kolik passieren kann, verdrängen wir daher gern im Pferdealltag.

„Keines unserer Pferde hatte bisher eine Kolik“

Das sagen viele Stallbetreiber und Pferdebesitzer. Und was nicht ist, kann auch nicht werden? Darauf kann man sich leider nicht verlassen. Denn genau das habe ich bis vor ein paar Jahren auch behauptet: Wir sind Selbstversorger und halten unsere Pferde in einem gut ausgestatteten Offenstall. Die Ausläufe sind drainiert, die Wiesen sauber und die Unterstellmöglichkeiten großzügig. Darüber hinaus haben unsere Pferde durchgängig Zugang zu frischem Wasser und Heu ad libitum. 24h Pferdegesellschaft und ausreichend Bewegung sind natürlich auch selbstverständlich.

Meiner Meinung nach eigentlich die besten Voraussetzungen, um einer Kolik vorzubeugen – oder nicht?

Ende Juni wurden wir dann eines Besseren belehrt

Nach der morgendlichen Fütterung gingen die Pferde routinemäßig auf die Wiese. Aber wenige Stunden später bemerkte ich die ersten Kolik-Anzeichen bei meiner damals viereinhalbjährigen Fiene. Ich rief sofort unseren Tierarzt an und dieser begann mit der konservativen Behandlung: Schmerzmittel, Krampflöser, stundenlanges Führen und Beobachten.

… ohne Tierklinik ging es nicht

Zunächst verbesserten sich die Kolik-Symptome, aber gegen Abend verschlechterte sich ihr Zustand dann deutlich. Auf Anraten meines Tierarztes fuhren wir zur weiteren Diagnose und Behandlung in die Tierklinik.

Dort angekommen, wurde die Behandlung mit einer Infusionstherapie fortgesetzt und meine Jungstute musste in der Klinik bleiben. Ich fuhr mit einem leeren Pferdeanhänger zurück – und fühlte mich unglaublich machtlos.

Um 3 Uhr nachts kam dann der ersehnte Anruf der Klinik – doch nicht wie gehofft mit guten Neuigkeiten. Ihr Zustand hatte sich rapide verschlechtert. Die Diagnose: Ohne Operation keine Überlebenschance, aber auch die Erfolgsaussichten der OP wären ungewiss. Dazu ein Kostenvoranschlag von rund 4.000 Euro. Für mich als Pferdebesitzer war dies einer der schlimmsten Augenblicke. Wird mein Pferd die Operation überleben? Und was ist danach? Müssen wir mit Langzeitschäden rechnen?

Doch all die Fragen, die mir durch den Kopf schossen, mussten warten. Denn die Klinik machte mir klar: Wir hatten keine Zeit zu verlieren. Also stimmte ich der Operation zu.

… und jetzt?

Ich nehme gerne vorweg, dass mein Pferd mich heute wieder freudig in der Box begrüßt.

Die Operation verlief also erfolgreich – und seitdem hatten wir auch nie wieder Kolik-Symptome. Aber der Weg hierhin war lang und beschwerlich:

Fiene hatte direkt nach der Operation fast ein Viertel ihres Gewichts verloren. Und das baute sie nur sehr langsam über die Jahre wieder auf. Außerdem musste sie eine wochenlange Boxenruhe über sich ergehen lassen. Wir durften lange nur Schritt führen und ein Jahr hatten wir sogar Reitpause. Dazu kamen diverse Umbaumaßnahmen an unserem Offenstall und Fiene, die als Jungpferd auch noch ordentlich Energie hatte, machte die Zeit der Rehabilitation nicht einfacher.

Was hatte die Kolik ausgelöst?

Nach der Operation habe ich mich ausführlich mit den behandelnden Tierärzten unterhalten: Wir vermuten gemeinsam, dass das Gras auf unserer Wiese noch klamm war, als die Pferde drauf spazierten. Infolgedessen entwickelte sich ein nur unzureichendes Durstgefühl. Durch zu wenig Flüssigkeit im Darm kam es folglich zur Verstopfungskolik.

Heute bin ich mir sicher: Über artgerechte Haltung und Fütterung lässt sich das Kolik-Risiko bei Pferden minimieren – ausschließen können wir es aber nie. Deshalb lohnt es sich, sich Gedanken über eine Operationskostenversicherung für sein Pferd zu machen. ➡️ Hier könnt ihr diese für euer Pferd berechnen lassen!

Ulrike Seim

Ulrike Seim

Dipl. Ing. agr. Ulrike Seim und für das Pferdemanagement bei der Direktion Wiesbaden für die R+V Versicherung zuständig.
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