Pferden wird ihr Name relativ egal sein. Uns Besitzern hingegen sind Pferdenamen oft sehr wichtig. Jetzt zwischen Februar und Mai erblickt ein Großteil der Fohlen das Licht der Welt. Damit werden die Besitzer vor eine entscheidende Frage gestellt:

Wie nenne ich denn nun mein neues Fohlen?

Das erweist sich oft als schwere Frage, da man den süßen Fratz meistens nur seit wenigen Tagen kennt. Und man noch nicht abschätzen kann, ob der Name auch in der Zukunft passen wird. Bei Pferdenamen benötigt man also oft Bedenkzeit.

Vor allem für die Registrierung beim Verband und die Beantragung des Equidenpasses sollte man sich einen schönen und durchdachten Pferdenamen überlegen, denn Namensänderungen sind mit Kosten verbunden. Daher überlegt man lieber im Vorhinein zweimal, bevor man sich nachher ärgert.

Gibt es Regeln für Pferdenamen?

Grundsätzlich sind der Namensgebung keine Regeln oder Grenzen gesetzt. Gerade die Namensgebung soll ja spezielle Erinnerungen oder Emotionen ausdrücken. Diese soll im besten Fall die Einzigartigkeit eines jeden Pferdes unterstreichen.

Die Namensgebung kann sich auf unterschiedliche Faktoren beziehen. So kann sich der Name auf den Charakter oder das Aussehen des Pferdes beziehen.

Wenn man sein Fohlen die ersten Tage und Wochen beobachtet, kann man sich auch anhand der Verhaltensweise einen Namen überlegen. Oft ist es üblich, dass die Namen der Eltern in abgewandelter Form auch im Namen des Fohlens auftauchen.

Regeln der Namensgebung für Pferdezucht & Reitsport

Wenn man das Pferd in der Zucht oder im Turniersport einsetzen möchte, muss man sich allerdings an bestimmte Regeln halten. Denn die Namensgebung in der Zucht ist strenger. Hierbei kann es kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen Verbänden geben, aber überwiegend müssen die Fohlennamen mit dem Anfangsbuchstaben des Vaters beginnen.

Also: Wenn der Namen des Deckhengstes mit W beginnt, muss der Name des Fohlens ebenfalls mit W beginnen.

Im Turniersport müssen die Pferde mit einem Namen gekennzeichnet werden. Taucht ein Namen im Register mehrmals auf oder ist bereits vergeben, wird dieser Name mit einer Nummer versehen.

Ausnahmefälle:

Ausnahmen bestätigen die Regel. Das gilt auch für die Namenswahl.

Trakehner:

Bei den Trakehnern haben die Fohlennamen den gleichen Anfangsbuchstaben wie ihre Mutter.

Isländer:

Islandpferde erhalten ihren Namen nach ihrem Aussehen und ihren Chraktereigenschaften.

Westernpferde:

Westernpferde haben oft sehr lange Namen oder ganze Sätze. Diese Namen sind meistens eine Kombination aus dem Namen der Eltern. Im Namen erkennt man außerdem immer die Zuchtlinie.

Rennpferde:

Rennpferde müssen einmalige Namen besitzen. Der Name darf kein zweites Mal vorkommen. Er muss also wirklich einzigartig sein.

Kerstin

Kerstin

Ich arbeite bei ehorses im Marketing und versuche mein Wissen über den Reitsport in unterschiedlichen Blogbeiträgen weiterzugeben.
Kerstin