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Ob Reitpferd oder Pony, Stute oder Wallach: Wer einmal ein Pferd gekauft hat, ist sich über die Kosten im Klaren. Während sich Interessenten vor dem Kauf oftmals die Frage stellen: Wie viel kostet ein Pferd?

Viele leidenschaftliche Reiter erfüllen sich ihren lang gehegten Traum vom eigenen Pferd und stellen schnell fest, dass der Kauf bei Weitem nicht der größte finanzielle Aufwand ist, der auf Pferdehalter zukommt. Je nach Rasse, Abstammung und Eignung kann der Kaufpreis unterschiedlich hoch ausfallen, aber ist das Wunschpferd erst einmal im eigenen Besitz, schlagen die monatlichen Kosten der Haltung zu Buche. Nicht umsonst gelten das Reiten und die Haltung eines eigenen Pferdes als eines der kostspieligsten Hobbys überhaupt, denn angefangen beim Pensionsstall bis zum Hufschmied fallen Monat für Monat diverse Kosten an, die erst einmal aufgebracht werden müssen. Bevor ein Pferd gekauft wird, sollten sich Interessenten also zunächst einmal einen Kostenüberblick verschaffen und die Frage klären: Wie viel kostet ein Pferd?

Kosten für die Grundausstattung

Das Pferd ist gekauft, aber es fehlt natürlich noch an geeignetem Pflegezubehör und Reit-Equipment. Die Kosten für die grundlegende Ausstattung, die jeder Pferdebesitzer und Reiter schlichtweg zur Haltung und für den Reitsport benötigt, sollten nicht unterschätzt werden. Vom passgenauen Sattel über Halfter, Trense und Zaumzeug bis zu Putz- und Pflegeutensilien, Bürsten und Co müssen so allerlei Dinge angeschafft werden, die durchaus mit bis zu 3.000 Euro oder mehr zu Buche schlagen können. Allein ein guter Sattel kann bis zu 3.500 Euro kosten und dies ohne Zubehör wie Steigbügel oder Sattelgurt. Kommen dann noch der Putzkasten, Satteldecken und Co dazu, ist die Antwort auf die Frage „Wie viel kostet ein Pferd?“ im Vergleich zum reinen Kaufpreis schnell noch ein paar Tausende Euro höher. Mit der Anschaffung ist es eben längst nicht getan, denn bis das Pferd gepflegt und geritten werden kann, sind noch einmal einige Scheine mehr weg.

Monatliche Ausgaben für Haltung und Pflege

Heute kommt der Hufschmied zum Beschlagen, morgen ist eine Wurmkur fällig und demnächst wird die Stallmiete erhöht – auf Pferdebesitzer kommen monatlich Kosten in Höhe von mehreren Hundert Euro zu. Dies beginnt bereits beim finanziellen Aufwand für die medizinische Versorgung, der sich schwierig einschätzen lässt und auch immer wieder unvorhersehbare Kosten mit sich bringt. Während Impfungen samt Auffrischungen sowie Wurmkuren regelmäßig einkalkuliert werden müssen, wird es bei einer ernsthafteren Erkrankung des Pferdes erst richtig teuer. Im Abstand von etwa sechs bis neun Wochen kommen zudem Kosten für den Hufschmied hinzu, darunter für das Ausschneiden rund 15 bis 30 Euro, für einen Teilbeschlag etwa 30 bis 115 Euro sowie für einen Vollbeschlag bis zu 100 Euro.

Der größte Posten im Monat ist die Unterbringung des Pferdes. So kann die Stallmiete pro Monat je nach Haltungsart, Versorgung und örtlicher Lage bis zu 600 Euro kosten. Während die Unterbringung in einem Pensionsstall einschließlich Fütterung, Ausmisten und tägliches Herausbringen zur Koppel mit etwa 300 bis 600 Euro am teuersten ist, kostet eine Weide- oder Offenstallhaltung zwischen 100 und 250 Euro. Nicht zu vergessen ist außerdem die unbedingt empfehlenswerte Haftpflichtversicherung, für die in Abhängigkeit von der Deckungssumme bis zu 300 Euro im Jahr fällig sind. Und wer sich gerne im Wettkampf mit anderen Reitern messen möchte, muss noch einmal Kosten für den Turniersport einrechnen.

Die Frage „Wie viel kostet ein Pferd?“ lässt sich also nicht pauschal mit einer konkreten Summe beantworten. Fest steht jedoch, dass die Pferdehaltung zu den vergleichsweise teuren Hobbys zählt.